Strom

 

Unterseestromkabel

zwischen

Deutschland und Norwegen

 

Quellennachweise:

https://www.kfw-ipex-bank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-IPEX-Bank/Presse/News/Newsdetails_375872.html

 

https://www.kfw-ipex-bank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-IPEX-Bank/Gesch%C3%A4ftssparten/Energie-und-Umwelt/1400-Megawatt-Unterseestromkabel-Norwegen-Deutschland/

 

Hinweise: Verzeichnis der Firmen und Banken

 

KfW IPEX-Bank GmbH

 

Die KfW IPEX-Bank GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der KfW und agiert seit dem 1. Januar 2008 als rechtlich selbständige Bank, die dem Kreditwesengesetz unterliegt. Wikipedia

Mitarbeiter: 666

Gegründet: 2008

Rechtsform: GmbH

Hauptsitz: Frankfurt am Main

Tochterunternehmen: Canas Leasing Limitedmehr

 

Tennet

 

Die Tennet TSO GmbH ist ein deutsches Tochterunternehmen des niederländischen Stromnetzbetreibers Tennet und betreibt in Deutschland mit 1003 Mitarbeitern ein Höchstspannungsnetz mit einer Gesamtlänge von rund 11.000 Kilometern. Wikipedia

Mitarbeiter: 1003

Rechtsform: GmbH

Gründung: 21. Dezember 2007; (als E.ON Energie 40. Beteiligungs-GmbH)

Sitz: Bayreuth

TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 22.000 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und in Deutschland bieten wir 41 Millionen Endverbrauchern rund um die Uhr eine zuverlässige und sichere Stromversorgung. TenneT entwickelt mit etwa 3.000 Mitarbeitern als verantwortungsbewusster Vorreiter den nordwesteuropäischen Energiemarkt weiter und integriert im Rahmen der nachhaltigen Energieversorgung vermehrt erneuerbare Energien.

 

Statnett

Statnett ist ein norwegisches Energieunternehmen mit 850 Mitarbeitern. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 7,25 Mrd. norwegische Kronen. Die in Staatseigentum befindliche Gesellschaft hat ihren Sitz in Oslo und ist ein Netzbetreiber der Kategorie TSO .Wikipedia

Hauptsitz: Oslo, Norwegen

Gegründet: 1992

Rechtsform: Statsforetak

Tochterunternehmen: Elhub ASStatnett Transport ASStatnett Forsikring AsLyse Sentralnett ASNordlink Norge ASNorGer KS

Statnett ist zuständig für Entwicklung und Betrieb des norwegischen Übertragungsnetzes, einschließlich Interkonnektoren mit mehreren anderen europäischen Ländern. Statnett beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter und betreibt 11.000 Kilometer an Hochspannungsleitungen. Im Jahr 2015 erzielte Statnett einen Umsatz von 5,9 Milliarden NOK.

 

KfW

Die KfW oder Kreditanstalt für Wiederaufbau ist die weltweit größte nationale Förderbank sowie nach Bilanzsumme die drittgrößte Bank Deutschlands. Wikipedia

Gründer: Otto Schniewind

Gegründet: 18. November 1948, Deutschland

Mitarbeiter: 5.966 (Gesamtkonzern)

Rechtsform: Anstalt des öffentlichen Rechts

Vorstand: Ulrich Schröder (Vorsitzender)

Hauptsitz: Frankfurt am Main

Verwaltungsrat: Wolfgang Schäuble (Vorsitzender)

Die KfW ist eine der führenden Förderbanken der Welt. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung setzt sich die KfW im Auftrag des Bundes und der Länder dafür ein, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen weltweit zu verbessern. Allein 2015 hat sie dafür ein Fördervolumen von 79,3 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt. Davon flossen 37 % in Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz. In Deutschland ist die KfW Bankengruppe mit Standorten in Frankfurt, Berlin, Bonn und Köln vertreten. Weltweit ist sie an rund 80 Standorten vertreten.

 

NordLink

NordLink ist ein in Bau befindliches Seekabel in der Nordsee, das die Stromnetze Norwegens und Deutschlands verbinden soll. Wikipedia

Gewicht des Kabels: 35–50 kg/m

Durchmesser des Kabels: ca. 11–13 cm

Verlustleistung im Kabel: ca. 5 %

Spannung: ±450 bis ±525 kV

Inbetriebnahme: geplant 2019

Investitionsvolumen: 1,5 bis 2 Milliarden Euro

Bauzeit: ca. 3 Jahre

Zusammen ein starkes Team?

 

 

NordLink: “grünes Kabel”

zwischen Norwegen und Deutschland

Insbesondere regenerativ gewonnene Energie soll zwischen den beiden Nationen ausgetauscht werden. Durch den Interkonnektor wird überschüssige Wind- und Sonnenenergie von Deutschland nach Norwegen ausgeführt, während Norwegen Strom aus Wasserkraft nach Deutschland liefert, wenn die Sonne nicht scheint und Windstille herrscht. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei quasi als “Energiespeicher”, denn bei Stromimport aus Deutschland kann das Wasser in ihnen verbleiben.

Mit dem 1400-Megawatt-Unterseekabel werden zum ersten Mal die Strommärkte der beiden Länder vernetzt. Die Verbindung fördert die Integration des nordwesteuropäischen Energiemarkts, erhöht die Versorgungssicherheit und trägt zur Stabilisierung der Energiepreise bei. Beide Nationen folgen den klimapolitischen Zielen der EU – und machen mit dem Seekabel sie einen großen Schritt Richtung CO2-freie Energieversorgung.

Das “grüne Kabel” – Ein großes Projekt schnell erklärt:

https://youtu.be/JMqJoJ4zvzM

Das Nordseekabel-Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von insgesamt 1,5 – 2,0 Mrd. EUR. Der norwegische Stromnetzbetreiber Statnett, die KfW (vertreten durch die KfW IPEX-Bank) und der für die deutsche Nordseeregion zuständige Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH haben im Februar 2015 einen entsprechenden Kooperationsvertrag zum Bau des Unterseekabels zwischen Deutschland und Norwegen getroffen.

50:50-Partnerschaft zwischen Norwegen und Deutschland

1400 Megawatt Unterseekabel wird deutschen und norwegischen Strommarkt vernetzen.

Die Vereinbarung zwischen den drei Vertragspartnern sieht eine 50:50-Partnerschaft zwischen Norwegen und Deutschland vor. Der staatliche norwegische Stromkonzern Statnett wird zur Hälfte Eigentümer des Projekts sein. Die andere Hälfte wird auf deutscher Seite von KfW und TenneT im Rahmen einer neu gegründeten Projektgesellschaft gehalten.
Zukunftsbaustein der Energiewende

“Dieser Interkonnektor vergrößert die Möglichkeiten zum Austausch erneuerbarer Energien und leistet einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen sowie zum Erreichen der Klimaziele und erhöht die Versorgungssicherheit in beiden Ländern”, sagte Gisela von Krosigk, für das Projekt zuständige Abteilungsleiterin bei der KfW IPEX-Bank.

 

Erster Spatenstich für NordLink

“Grünes Kabel” wird erstmals die

Strommärkte Deutschlands und Norwegens direkt verbinden

Meldung vom 16.09.2016 / KfW IPEX-Bank

von links nach rechts: Robert Habeck (Energiewendeminister Schleswig-Holstein), Lex Hartman (Mitglied TenneT-Geschäftsführung), Elisabeth Walaas (norwegische Botschafterin), Gisela von Krosigk (Abteilungsleiterin KfW IPEX-Bank), Håkon Borgen (stellvertretender Vorstandsvorsitzender Statnett), Ragnhild Katteland (Nexans)

  • 400 Megawatt Kapazität zum Austausch erneuerbarer Energien
  • Interkonnektor erhöht die Versorgungssicherheit, stabilisiert die Strompreise in beiden Ländern und hilft, Klimaziele zu erreichen
  • Wichtiger Schritt für europäische Strommarkt-Integration

Den ersten Spatenstich zur Errichtung der deutschen Konverterstation für das Seekabelprojekt NordLink und einen symbolischen Kabelzug haben heute die Projektpartner TenneT, Statnett und KfW (vertreten durch die KfW IPEX-Bank) zusammen mit dem schleswig-holsteinischen Energiewendeminister Robert Habeck, der norwegischen Botschafterin Elisabeth Walaas sowie den Bürgermeistern von Wilster und Nortorf ausgeführt. Zahlreiche Vertreter aus der Bundes-, Landes- und Regionalpolitik sowie aus Wirtschaft und öffentlichem Leben waren zu diesem Festakt erschienen.

“Mit NordLink verbinden wir zwei sich optimal ergänzende Systeme zum Austausch von erneuerbaren Energien – auf der einen Seite deutsche Wind- und Solarenergie, auf der anderen Seite norwegische Wasserkraft”, sagte Lex Hartman, Mitglied der TenneT-Geschäftsführung. “Erst Projekte wie NordLink ermöglichen einen integrierten europäischen Strommarkt. Damit Energie dorthin gelangt, wo sie gebraucht wird. Und zwar einfach, sicher und ökoeffizient”, betonte Hartman.

“NordLink ist ein Zukunftsbaustein der Energiewende und ermöglicht das, was wir früher grundlastfähigen Strom genannt haben”, sagte Robert Habeck, stellvertretender Ministerpräsident Schleswig-Holsteins und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. “Das ‘grüne Kabel’ – schafft eine Verbindung zu den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und wird Engpässen im deutschen Übertragungsnetz entgegenwirken”, ergänzte Habeck.

NordLink hat eine Kapazität von 1.400 Megawatt (MW). Damit liegt seine Kapazität deutlich über der eines großen konventionellen Kraftwerks.

“Dieser Interkonnektor vergrößert die Möglichkeiten zum Austausch erneuerbarer Energien und leistet einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen sowie zum Erreichen der Klimaziele und erhöht die Versorgungssicherheit in beiden Ländern”, sagte Gisela von Krosigk, für das Projekt zuständige Abteilungsleiterin bei der KfW IPEX-Bank.

Deutsche Verbraucher können vom positiven Effekt auf die Strompreise durch den Import von Energie aus preisgünstiger Wasserkraft profitieren. Ein erheblicher Teil der sozioökonomischen Vorteile von NordLink entsteht durch die Erträge aus dem Handel mit Übertragungskapazität über den Interkonnektor. Diese Erträge werden zur Finanzierung anderer Netzprojekte oder zur Senkung der Stromtarife verwendet.

Håkon Borgen, Executive Vice President von Statnett, sagte: “Bei einem Überschuss an Energie aus norwegischer Wasserkraft können wir diese überschüssige Energie nach Deutschland exportieren und so eine Wertschöpfung erzielen. Bei einem Anstieg der Energienachfrage, vor allem in trockenen und kalten Jahreszeiten, werden die norwegischen Verbraucher profitieren, da wir deutsche Wind- und Solarenergie kostengünstig importieren können.”

Mit der Eingliederung des Projekts in das Bundesbedarfsplangesetz waren die Notwendigkeit und der dringende Bedarf zur Umsetzung des Projekts für den Energiemarkt gesetzlich verankert worden. Die Verleihung des Status als “Projekt von gemeinsamen Interesse” durch die

Europäische Union, gemäß der Leitlinien für die transeuropäische Energie-Infrastruktur, unterstreicht die hohe volkswirtschaftliche und energiewirtschaftliche Bedeutung des Projekts auf europäischer Ebene.

Norwegens Botschafterin Elisabeth Walaas sagte: “Dies ist ein Meilenstein der deutsch-norwegischen Energiebeziehungen. NordLink bringt die Realisierung der Energiewende und die Integration der erneuerbaren Energie auf eine ganz neue Ebene.”

Die Botschafterin war nicht der einzige politische Gast aus Norwegen auf der Baustelle. Auch zwei Bürgermeister und zwei Landräte aus der Region Agder, wo der NordLink-Konverter auf norwegischer Seite in der Nähe von Tonstad errichtet wird, waren anlässlich des ersten Spatenstichs nach Wilster gekommen, um bei dieser in Deutschland traditionellen Zeremonie anwesend zu sein. Und um am Rande der Veranstaltung Erfahrungen mit ihren Amtskollegen aus der Region Wilster auszutauschen.

 

Hintergrund

NordLink ist der erste Interkonnektor, der die Energiemärkte Norwegens und Deutschlands direkt miteinander verbindet. Diese Verbindung fördert die Integration des nordwesteuropäischen Energiemarkts, steigert die Markteffizienz und trägt zur Stabilisierung der Energiepreise bei. Wenn die Preise in Deutschland höher als in Norwegen sind, weil Windkraftanlagen und Solarzellen nur wenig Strom produzieren, kann über NordLink Energie aus norwegischer Wasserkraft importiert werden. Das Stromkabel schafft eine Verbindung zu den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und zu Wind- und Solarparks in Deutschland. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei quasi als „Energiespeicher“, denn bei Stromimport aus Deutschland kann das Wasser in ihnen verbleiben. Umgekehrt können bei Verbrauchsspitzen und gleichzeitig geringer Wind- und Solarenergieerzeugung in Deutschland diese genutzt und Strom nach Deutschland transportiert werden.

Deutsch-norwegische Kooperation

Das NordLink-Projekt wird von einem Konsortium realisiert, an dem zu jeweils 50% der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC Nordseekabel halten TenneT und die KfW jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. DC Nordseekabel verantwortet Bau und Genehmigungen auf deutscher Seite.

Daten und Fakten

  • 623 km lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)
  • 400 MW Kapazität mit ± 500 kV
  • Offshore: 516 km Seekabel
  • Onshore: 54 km Erdkabel (Büsum – Wilster/Schleswig-Holstein) sowie 53 km Freileitung (Vollesfjord – Tonstad/NO)
  • Netzverknüpfungspunkte: Umspannwerke Wilster West (DE) sowie Tonstad (NO)
  • Fertigstellung im Jahr 2020

Aufgrund der Streckenlänge und der großen Übertragungsleistung wird zur verlustarmen Übertragung Gleichstrom verwendet. Die beiden Kabel (Plus- und Minuspol) werden mit Konverterstationen an jedem Ende verbunden.

Die Konverterstationen werden in Wilster (Schleswig-Holstein) und Tonstad (Norwegen) errichtet. An diesen Standorten wird der Strom von Gleich- in Drehstrom (bzw. umgekehrt, je nach Übertragungsrichtung) umgewandelt und in das deutsche bzw. norwegische Drehstrom-Übertragungsnetz eingespeist, um Haushalte und Unternehmen mit Strom zu versorgen.

 

Voraussetzung Interkonnektorenbau

Voraussetzung für die indirekte Speicherung ist die Errichtung von Interkonnektoren zwischen den Ländern und die Verstärkung des landseitigen Übertragungsnetzes. Die Studie konzentriert sich auf die Interkonnektoren. Ein landseitiger Netzausbau ist auch ohne den Ausbau der Interkonnektoren in den untersuchten Ländern teilweise bereits geplant und wurde nicht betrachtet. Die Interkonnektoren nach Skandinavien sind heute mit ca. 3 GW (zwischen Deutschland und Schweden bzw. über Dänemark) noch schwach dimensioniert. Eine direkte Verbindung zwischen Norwegen und Deutschland besteht bisher nicht. Verstärkungen der Verbindungen über Dänemark nach Skandinavien befinden sich bereits im Bau (Skagerrakleitung 4). Des Weiteren sind mit den Projekten Nord.Link und NorGer (geplante Inbetriebnahme des ersten Interkonnektors 2018) zwei Seekabelverbindungen zwischen Norwegen und Deutschland in Planung. Anfang Dezember 2012 haben der norwegische Stromnetzbetreiber Statnett, die KfW IPEX-Bank als Tochtergesellschaft der KfW Bankengruppe und der für die deutsche Nordseeregion zuständige Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH eine Rahmenvereinbarung über die Entwicklung und den Bau eines Unterseekabels zwischen Deutschland und Norwegen getroffen. Damit dürfte ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Austausch zwischen dem skandinavischen und zentraleuropäischen Stromsystem gesetzt sein.

Interkonnektoren können nicht nur zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage beitragen (Bereitstellung von Regelleistung), sondern auch einen Teil der Systemdienstleistungen bereitstellen und somit die Versorgungssicherheit erhöhen. Hierzu zählen Spannungs-/Blindleistungsregelung, die Vor-haltung von Kurzschlussleistung und die Schwarzstartfähigkeit von Kraftwerken, wobei heute insbesondere den Pumpspeicherkraftwerken als regelbare Erzeugung und Last eine wichtige Rolle in den Netzwiederaufbaukonzepten zukommt. Im Gegensatz zu inländischen Pumpspeicherkraftwerken können Interkonnektoren nur in der Umgebung (etwa bis zu 200 km) der Anlandepunkte Beiträge zu den lokal erforderlichen Systemdienstleistungen erbringen.

 

Weitere Informationen zum Thema:

 

 

Eingestellt von hk am 09.06.2017