GROSSE Rentenreform – Gerechtigkeit

Mehr Gerechtigkeit in der Ruhestandsversorgung der Gesetzlichen Rentenversicherung GRV.

Wie vorgeschlagen sollen die Renten – über 1800 Euro pro Monat,
nicht mehr bei der jährlichen Rentenanpassung berücksichtigt werden.
Der damit eingesparte Betrag soll den Renten unter 1000 Euro pro Monat zugute kommen.

Errechnet auf der Basis des Schaubildes “Rentenbezüge in Deutschland (aus dem Jahr 2016)” :

  • In den drei Zeilen der Rentner/innen mit einer Rente über 1701 €/mon. jeweils vom Mittelwert angenommene 3% Rentenanpassung in Euro, und multiplizieren diesen Wert mit der jeweiligen Anzahl der Rentner/Innen in dieser Zeile (in der Zeile von 1701-1900 Euro nur die Hälfte, also ab 1800 Euro)
  • Addieren der gewonnenen Zeilen-Summen (in €) zu dem möglichen “Gesamt-Einspar-Potential” von 42.010.314 € / (~Zweiundvierzig-Millionen Euro)
  • Diese Summe wird geteilt durch die Gesamt-Anzahl der Rentner/Innen, welche derzeit  unter 1000 Euro Rente im Monat erhalten (In der Zeile 901-1100 Euro wieder nur die Hälfte, also ab 1000 Euro)
    Das erbrächte bei einem möglichen “Gesamt-Einspar-Potential” von 42.010.314 Euro
    geteilt durch 12.545.248 Rentner/Innen :
    ~ 3,35 Euro  MEHR  pro Rentner/In im Bereich von derzeit unter 1000 Euro Rente – im Monat!

3,35 Euro pro Monat mehr Rente für die Rentner/innen,
die zur Zeit weniger als 1.000 Euro Rente pro Monat erhalten!
Das erscheint im ersten Moment sehr viel.
Betrachtet man eine Rente von 100 Euro im Monat, welche bei einer Rentenanpassung von den angenommenen 3% auch 3 Euro im Monat ausmacht. Diese Minirente erhielte also rund 6% Rentenanpassung.

Zwei Aspekte sprechen aber massiv gegen diese so einfach erscheinende “Reform”:

  • Ein “Einfrieren” der Renten über 1800 Euro pro Monat bedeutete eine unzulässige, faktische “Rentenkürzung” für die in Frage kommenden Rentner/Innen, da die jährliche Preissteigerungsrate auch deren Renten entsprechend verringert!
    Nimmt man die durchschnittliche Preissteigerung der letzten Jahre (verinfacht) von 2%, bei dem Rechenbeispiel von 3% Rentenanpassung, so bleiben noch 1,11 Euro / Monat zum “Verbessern” übrig.
  • Die Deutsche Rentenversicherung gibt an, ab einem Betrag von 773 Euro (oder geringer) könne Grundsicherung beantragt werden.
    Ende 2016 bezogen über eine Million Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter.
    Bei Beziehern von Grundsicherung wird jegliche Erhöhung der Rente SOFORT von der staatlichen “Zuwendung” ABGEZOGEN!
    Die den Beziehern von Renten über 1800 Euro pro Monat einbehaltene Rentenanpassung würde NICHT den Rentnern von Minirenten unter 773 Euro pro Monat zu Gute kommen , um deren Rente “spürbar” zu verbessern, sondern flösse für die Rentner UNGENUTZT aus der Rentenversicherung in den “Steuersäckel”! (Das erfuhren auch schon die Mütter mit Minirenten und Grundsicherung, die durch die “Mütterrente” – “spürbare Entlasung” erfahren sollten)
    Auswirkungen also NUR auf Renten zwischen 773 und 1000 Euro pro Monat. (~ Dreimillionen Rentner/Innen)

Also real betrachtet (unter den beiden oben angeführten Aspekten) mögliche Verbesserung für ca. drei Millionen Rentnern/Innen in der Höhe von 1,11 Euro pro Monat zusätzlicher Rente.

Ist das DIE Lösung? – wohl auch nicht nur “für den Anfang”!

Übrigens, damit NIEMAND auf die Idee kommt, da wären, könnten, würden ja noch Rentner/innen sein, die weitaus mehr Rente beziehen:
Nach der Rentenformel:  Rente pro Monat = E x Z x R x A
ist die maximal (theoretisch) erreichbare Rente zur Zeit (2017) = 2740,50 Euro / Monat für den fiktiven “Maximalrentner”, der eine reine Rechengröße darstellt, die Niemand erreichen kann, da dieser “Maximalrentner” Zeit seines Arbeitslebens von 45 Jahren IMMER mindestens ein Lohn/ Gehalt an der Beitragsbemessungsgrenze oder darüber haben müsste, um Jahr für Jahr zwei Rentenpunkte gutgeschrieben zu bekommen! (durch die Beitragsbemessungsgrenze 6.350 Euro monatlich im Westen und 5.700 Euro im Monat in den ostdeutschen Bundes­ländern für 2017) ist mehr als zwei Rentenpunkte NICHT möglich.
Diese Rente kann KEIN realere Rentner/In erreichen!, da Niemand sofort zum Berufsanfang ein solches Lohn-/Gehaltsniveau erreicht und die fehlenden Rentenpunkte auch im späteren Berufsleben NICHT ausgeglichen werden können, selbst wenn das Lohn/Gehaltsniveau dann über der Beitragsbemessungsgrenze liegen sollte – mehr als zwei Rentenpunkte pro Jahr IST NICHT MÖGLICH!

(Hier Nachweis money.online)

 

 

Das Rechenblatt: