Freilandhühner

 

Ein Huhn gibt keine Milch, auch wenn man es noch so oft als ‚Kuh‘ bezeichnet.
Auch eine Entgeltumwandlung wird nicht zur Betriebsrente, auch wenn die Politik das noch so oft behauptet.

Die neuen “Betriebsrenten”, die die SPD in die Gesetzgebung eingebracht hat, sind im Kern nur eine weitere Form der privaten Altersvorsorge, die mehrheitlich die Beschäftigten von deren eigenem Geld aufbringen sollen. Die Arbeitgeber DÜRFEN sich daran beteiligen und bekommen dafür sogar noch Steuern zurückgeschenkt. Dabei ist die Betriebsrente seit jeher auch im Interesse der Arbeitgeber gewesen, die damit die Bindung ihrer Fachkräfte an das Unternehmen gestärkt haben.

Auch von der “nachgelagerten Versteuerung und Verbeitragung” sollen diese Betriebsrenten nicht befreit werden, weil bei der Einzahlung Sozialabgaben „gespart” werden. Damit schwächen die Beschäftigten nicht nur ihre eigenen späteren Rentenansprüche in der gesetzlichen Rente – sie dürfen bei der Auszahlung auch noch die Krankenkassenbeiträge vollständig – also Arbeitnehmer- UND Arbeitgeberanteile – aus ihrer Rente bezahlen.

Die Privatisierung geht also weiter.

 

Wolfgang Domeier