Eine tickende Zeitbombe

Ein facebook-user postete auf einer facebook-seite:

Die Ausgangslage der gesetzlichen Rentenversicherung wird von Jahr zu Jahr immer schlimmer. Die Ursachen hierfür sind:

  1. Zeitarbeits- und Leiharbeiterverträge steigen in erschreckendem Ausmaß. Folglich sinkt der Anteil der Beitragszahler dramatisch.
  2. Die Flüchtlingskrise hat die Lage in einem unvorstellbaren Maß verschärft.
  3. Der Generationenvertrag ist längst durch die Bevölkerungsentwicklung überholt. Die Menschen leben immer länger und beziehen somit auch länger Rente.

Fazit: Wir haben immer mehr Rentner bei immer weniger Beitragszahlern.

Das konnte ich so nicht “stehen lassen”
also antwortete ich:

Es tut mir unendlich leid, sehr verehrte “facebook user”!
Das sind zum Teil (bis auf das mit der “Flüchtlingskrise” was die “fürsorgliche Kanzlerin” NIE zugeben würde) die “offiziellen Verlautbarungen” für den deutschen Michel, damit ihm fortwährend eingehämmert wird, dass das nun mal so ist und man könne daran auch nichts ändern!
Österreich, unser direktes Nachbarland – und in vielen Belangen dem unseren sehr ähnlich, hätte sicherlich die gleichen Peobleme, wäre man dort nicht den einzig richtigen Weg der konsequenten BÜRGERVERSICHERUNG gegangen.
Dabei zahlen ALLE Österreicher in EINE Rentenversicherung (Pensionskasse) ein, OHNE Beitragsbemessungsgrenze, also von ALLEM was sie “verdienen” bei einem Beitragssatz für den Versicherten von 10,25%! (Deutschland = 9,35% + 4% Riester + 4% “Betriebsrente”)

Das Ergebnis ist für ALLE eine rund doppelt so hohe Rente/Pension!!
OHNE SCHNICKSCHNACK einer zusätzlichen “privaten Altersvorsorge” oder “pseudo betrieblichen Altersvorsorge” – ALLEIN aus der BÜRGERVERSICHERUNG!

ES GEHT, wenn man nur WILL!
hier weitere Informationen:
https://www.elsa-eu.de/altersruh…/von-den-nachbarn-lernen/

 

Darauf ging folgende Antwort ein:

In Deutschland zahlt der Arbeitgeber auch noch ein. Es müsste also mehr rauskommen, als in Österreich.

Was darauf “drängte” ebenfalls beantwortet zu werden:

In Österreich zahlt auch der Arbeitgeber, wie bei uns, in die Rentenversicherung / “Pensionskasse” ein
– JEDER ARBEITGEBER – AUCH DER HANDWERKSMEISTER mit einem Angestellten, und zwar MEHR als der Arbeitnehmer.
(Arbeitnehmer = 10,25% – Arbeitgeber = 12,55%)
DAS IST EINE ECHTE, integrierte “BETRIEBSRENTE”!!!
Übrigens: Es ist noch nicht bekannt geworden – wie hierzulande immer behauptet wird – dass auch nur ein Betrieb in Österreich deswegen in Konkurs ging!

In Deutschland ist die “Nahlesrente” eine Augenwischerei!
Der Arbeitnehmer “darf” einen Betrag von seinem “Eikommen” (Lohn/Gehalt) – vor dem Abzug der Lohnsteuer und der Sozialabgaben wie Krankenkasse und Rentenversicherung – bei einer Versicherung anlegen,
OHNE das der Arbeitgeber sich daran beteiligen muss. Der scheinbare “Vorteil” für den Arbeitnehmer liegt erst einmal darin, dass er weniger Steuern und Sozialabgaben (Renten- und Krankenkassenbeitrg) zahlt, also vermeintlich spart.

Kommt es später im Rentenalter zur Auszahlung, MUSS er die Erträge aus seiner “Betriebsrente” wieder als “Einkommen” versteuern
und dafür auch Krankenkassenbeiträge leisten!
Außerdem, weil er ja weniger in die Rentenversicherung einzahlte, erhält er eine geringere Rente!

  • Der Arbeitgeber hat nichts dazugegeben,
  • der Staat holt sich seine Steuern zurück,
  • wie auch die Krankenkassen ihre früher gesparten Beiträge.

Der Arbeitnehmer wird wahrscheinlich, bei dem heutigen Zinsniveau und der Inflation, noch nicht einmal im Rentenalter die eingezahlten Beiträge (wertmäßig) zurückerhalten!

Das ganze ist also eine RIESEN-LUFTNUMMER – um nicht zu sagen BETRUG,
von dem nur, wie bei der Riesterrente, die Versicherungen profitieren und die Politik behaupten kann,
in Deutschland gäbe es doch auch, wie in der Schweiz, ein DREI-SÄULEN-MODELL bei der Rente!!!

Auch dazu noch ein ergänzender Bericht auf unserer Homepage:
https://www.elsa-eu.de/neue-betriebsrenten-sind-etikettenschwindel/