Das “Deutsche Iglu” schmilzt

Und das ist dieses Mal NICHT etwa die Folge des Klimawandels!

Hier liegt eindeutig eine MENSCHGEMACHTE Fehlleistung der jahrzente langen Deutschen Bildungspolitik vor. – Obwohl unsere “Obrigkeit” uns ununterbrochen vorgaukelt, Deutschland sei mit seinem völlig unzeitgemäßen, durch SECHZEHN unterschiedliche, rückständig geprägten Schulsystemen, DAS Bildungsland schlechthin!

IGLU ist die deutsche Abkürzung für Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung. Die internationale Bezeichnung ist PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study).

Schwache Leistungen im Lesen beeinträchtigen das Lernen in der Schule und verringern die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe, lebenslanges Lernen und persönliches Wachstum. Im Alltag kommt es zu Schwierigkeiten bei Vertragsabschlüssen, beim Ausfüllen von Formularen oder sogar beim Erwerb einer gültigen S-Bahn-Karte an den Automaten in Berlin.

Resümiert Wilfried Bos, von der TU Dortmund, der nationaler Studienleiter:
“In 2001 waren nur vier andere Länder besser als wir. Mittlerweile sind es 20 Länder, die besser geworden sind als wir – obwohl unsere Leistungen die gleichen sind. (…) Zwanzig Länder sind an uns vorbeigezogen! Das ist `ne Menge!”

Von Platz 4 “abgeschmolzen” auf Platz 24, nur noch knapp vor Kasachstan liegt Deutschland im internationalen Vergleich der Leseleistung von Viertklässlern – Jeder FÜNFTE Schüler versteht demnach nur noch Bahnhof beim “studieren” eines Buches, einer Zeitschrift oder eines sonstigen “Druckerzeugnises”!

Eine Arbeitsgruppe hat unterdessen die Europäische Erklärung des Grundrechts auf Lese- und Schreibkompetenz verfasst. Lesenkönnen wird schon seit Jahrzehnten als Grundrecht angesehen, erstmals werden hier aber Voraussetzungen beschrieben, die erfüllt sein müssen, damit ein derartiges Recht auch realisiert werden kann. Inwieweit diese Voraussetzungen verwirklicht sind, dazu geben die umfangreichen Länderberichte Aufschluss.

Die mittelalterliche Allianz zwischen Fürst und Priester: “Halte du sie dumm, ich halte sie arm”, scheint, zumindest hierzulande in den entsprechenden Bundes- und Landeskabinetten, “höchst erfolgreich” fortgeführt zu werden!

Und wie könnte es auch anders sein, unter unseren nächsten Nachbarn in Europa sticht wieder einmal  Finnland mit seinem fortschrittlichen Bildungssystem und dessen Vorbereitungen im Vorschulalter als “leuchtendes Vorbild” hervor!

Bevor sie mit sieben Jahren in die Schule kommen, haben Kinder in Finnland mehrere Dutzend Gesundheitschecks hinter sich, die alle Bereiche von den Zähnen bis zu Augen, Ohren, Motorik, Sprache und psychosozialem Verhalten betreffen. Bei Problemen wird sofort therapeutisch reagiert, auch mit dem Ziel, in der Schule Lernschwierigkeiten zu vermeiden. Die enormen Kosten dieses Unterfangens lohnen sich, so hat Finnland Schulleistungsstudien zufolge den geringsten Anteil von Kindern mit schwacher Lesekompetenz.


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“Elsa’s” Forderung nach einem modernes Schulsystem

 

 

Detaillierter Entwurf eines modernen, Bildungssystem für Deutschland und Europa