England

Vereinigtes Königreich:

 

Rentensystem im Jahr 2012 nach OECD

 

Die staatliche Rentenversicherung besteht aus zwei Komponenten (einer einheitlichen Grundrente und einer verdienstabhängigen Zusatzrente), die durch ein breites Spektrum an freiwilligen privaten Altersvorsorgeplänen ergänzt werden. Die meisten abhängig beschäftigten Beitragszahler wechseln aus der staatlichen Zusatzrente in einen privaten Altersvorsorgeplan. Für die bedürftigsten Rentner stehen zusätzliche Beihilfen in Form einer einkommensabhängigen Zulage (Pension Credit) zur Verfügung.

 

Anspruchskriterien

 

Das Regelrentenalter für die staatliche Rente liegt gegenwärtig bei 65 Jahren für Männer und 60 Jahren für Frauen, die am oder vor dem 5. April 1950 geboren sind. Mit Wirkung ab 6. April 2010 wird das Rentenalter für Frauen schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben. Die Regierung plant, das gesetzliche Rentenalter für Männer und Frauen zwischen 2018 und 2020 von 65 auf 66 Jahre anzuheben. Auch das Anspruchsalter für den Pension Credit erhöht sich analog zum gesetzlichen Rentenalter. Gemäß den derzeit geltenden gesetzlichen Bestimmungen sind zwei weitere Erhöhungsschritte vorgesehen: Zwischen 2034 und 2036 soll das Regelrentenalter auf 67 und zwischen 2044 und 2046 auf 68 Jahre angehoben werden. Von der Regierung werden jedoch verschiedene Optionen für die künftige Anpassung des gesetzlichen Rentenalters erwogen. Das könnte bedeuten, dass der Zeitplan für die Anhebung auf 67 bzw. 68 Jahre revidiert wird. Weitere Änderungen des Renteneintrittsalters für die staatliche Rente dürften sich auch auf das Anspruchsalter für den Pension Credit auswirken. Nach den mit dem Pensions Act 2007 verabschiedeten Änderungen haben Personen, die ab 6. April 2010 das Regelrentenalter erreichen, Anspruch auf die volle staatliche Grundrente, wenn sie im Verlauf ihres potenziellen Erwerbslebens 30 anspruchsbegründende Versicherungsjahre erworben haben, für die Sozialversicherungsbeiträge entweder entrichtet, als entrichtet behandelt oder gutgeschrieben wurden. Rentner mit weniger als 30 anspruchsbegründenden Versicherungsjahren erhalten eine anteilig verringerte staatliche Grundrente; es muss jedoch mindestens ein anspruchsbegründendes Versicherungsjahr mit entsprechenden Beiträgen oder Gutschriften vorliegen. Personen, die vor dem 6. April 2010 das Regelrentenalter erreicht haben, erhalten die volle staatliche Grundrente, wenn sie auf Grund von Sozialversicherungsbeiträgen und Gutschriften anspruchsbegründende Versicherungsjahre für etwa 90% ihres potenziellen Erwerbslebens (39 Jahre für Frauen mit einem Regelrentenalter von 60 Jahren, 44 Jahre für Männer und Frauen mit einem Regelalter von 65 Jahren) vorweisen können. Wer die Bedingungen für den Bezug einer vollen staatlichen Rente nicht erfüllt, erhält eine anteilig verringerte Rente, wofür aber mindestens 25% der erforderlichen Versicherungsjahre für eine volle Rente nachgewiesen werden müssen (d.h. 10 Jahre für Frauen mit einem Regelrentenalter von 60 Jahren, 11 Jahre für Männer und Frauen mit einem Regelalter von 65 Jahren).

 

Rentenberechnung

 

Grundrente

Die volle staatliche Grundrente lag für Alleinstehende 2012 bei 107,45 £ pro Woche; dies entspricht geschätzt knapp unter 16% des Durchschnittsverdiensts.

 

Verdienstabhängige Rente

Für die Verdiensttranche zwischen der Mindestverdienstgrenze (Lower Earnings Limit – 5 564 £ pro Jahr im Steuerjahr 2012/2013) und der unteren Verdienstschwelle (Low Earnings Threshold – 14 700 £) beträgt die Ersatzquote 40% der Differenz. Dies gilt auch für Personen, die Ansprüche durch Gutschriften erwerben. Das bedeutet, dass Versicherte mit einem Verdienst unterhalb der unteren Verdienstschwelle so behandelt werden, als ob sie dieses Verdienstniveau erreicht hätten. In der nächsten Tranche (bei Einkünften bis zu einer Obergrenze von 40 040 £) liegt die Ersatzquote bei 10%. Als Berechnungsgrundlage für die Rentenhöhe dient der Durchschnittsverdienst während des gesamten Erwerbslebens, wobei die Arbeitsentgelte zurückliegender Jahre entsprechend der durchschnittlichen gesamtwirtschaftlichen Verdienstentwicklung aufgewertet werden. Nach Renteneintritt ist die Rente dann preisindexiert.

 

Austritt aus dem System

Für betriebliche und private Altersvorsorgepläne bestand bisher die Möglichkeit eines Austritts aus der Zusatzrentenkomponente des staatlichen Rentenversicherungssystems. Die betreffenden Altersvorsorgepläne mussten eine bestimmte Mindestrentenleistung bieten und profitierten im Gegenzug von Rückvergütungen von Sozialversicherungsbeiträgen. Im Zuge von Bestrebungen zur Vereinfachung des Rentensystems wurde diese Austrittsmöglichkeit mit Wirkung vom April 2012 für Altersvorsorgepläne mit Beitragsprimat abgeschafft. Die Einführung einer vereinheitlichten staatlichen Rente, die nur noch aus einer einzigen Komponente besteht, hätte zur Folge, dass auch für Altersvorsorgepläne mit Leistungsprimat keine Austrittsmöglichkeit mehr besteht.

 

Private Altersvorsorge über den Arbeitgeber

Im Oktober 2012 wurde mit der schrittweisen Einführung der automatischen Anmeldung von Arbeitnehmern in betrieblichen Altersvorsorgesystemen begonnen. Nach dem Ende der Einführungsphase, d.h. ab Februar 2018, sind alle Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, alle teilnahmeberechtigten Arbeitnehmer zwischen 22 Jahren und dem gesetzlichen Rentenalter, die mehr als 8 105 £ (Steuerjahr 2012/2013) verdienen, in einem anerkannten betrieblichen Altersvorsorgeplan anzumelden. Die Mindestbeitragssätze werden bis Oktober 2018 schrittweise auf 8% einer gesetzlich festgelegten Verdienstspanne (5 564-42 475 £ im Steuerjahr 2012/2013) angehoben. Um die Umsetzung der automatischen Anmeldung in betrieblichen Altersvorsorgeplänen zu erleichtern, wurde der National Employment Savings Trust (NEST) eingerichtet, ein treuhänderisch verwaltetes betriebliches Altersvorsorgesystem mit Beitragsprimat. Als öffentlicher Dienstleister ist NEST verpflichtet, alle Arbeitnehmer aufzunehmen, die von ihrem Arbeitgeber automatisch angemeldet werden. NEST soll kostengünstige, qualitativ hochwertige Altersvorsorgepläne für Arbeitnehmer mit niedrigem bis mittlerem Verdienst, Zeitarbeitskräfte sowie kleinere Arbeitgeber anbieten, für die sich am Markt nur schwerlich geeignete Lösungen finden lassen.

 

Sozialrente

Der Pension Credit ist eine steuerfreie wöchentliche Leistung für Niedrigeinkommensbezieher, die allen Rentnern ein Einkommen über einem bestimmten Minimum garantiert. Es handelt sich um eine einkommensabhängige Leistung, die nicht auf Sozialversicherungsbeiträgen beruht.

Pension Credit besteht aus zwei Elementen:

einer Garantieeinkommenszulage (Guarantee Credit) und einer Ersparniszulage (Savings Credit). Der Guarantee Credit gewährleistet ein Mindesteinkommen durch finanzielle Hilfen für Personen, die das Anspruchsalter erreicht haben und deren Einkommen unter dem Standardbetrag des Mindestgarantieeinkommens liegt. Im Jahr 2011/2012 lag dieser Betrag bei 137,35 £ für Alleinstehende und 209,70 £ für Paare (bei Vorliegen von schwerer Behinderung, Pflegepflichten oder bestimmten Wohnkosten kann sich der Betrag erhöhen).

Der Savings Credit ist eine zusätzliche Zulage für Personen ab 65 Jahren, die geringfügige Ersparnisse für ihren Ruhestand gebildet haben. Der Savings Credit soll die effektive Transferentzugsrate, die unter den vorherigen Sozialrentensystemen bei 100% gelegen hatte, auf 40% verringern. Personen, deren Einkommen (ohne Guarantee Credit) unter dem für sie geltenden Mindestgarantieniveau und über dem Schwellenwert für den Savings Credit liegt (103,13 £ für Alleinstehende bzw. 164,55 £ für Paare im Steuerjahr 2011/2012), erhalten 60% der Differenz zwischen ihrem Einkommen und dem Schwellenwert, bis zu einem Höchstwert von 20,52 £ für Alleinstehende bzw. 27,09 £ für Paare. Bei Personen, deren Einkommen über dem für sie geltenden Mindestgarantieniveau liegt (die also keinen Anspruch auf Guarantee Credit haben), reduziert sich der Höchstsatz des Savings Credit um 40% ihres über dem Garantieniveau liegenden Einkommens. Das Anspruchsalter für den Pension Credit wird analog zur Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters für Frauen schrittweise auf 65 Jahre angehoben.

 

Freiwillige private Altersvorsorge

Gegenwärtig wird, angefangen bei den größten Arbeitgebern, schrittweise eine automatische Anmeldung aller teilnahmeberechtigten Arbeitnehmer in anerkannten betrieblichen Altersvorsorgeplänen eingeführt. Für die zugelassenen Altersvorsorgepläne mit Beitragsprimat wird ein Mindestbeitragssatz von insgesamt 8% erforderlich sein.

 

Abweichende Erwerbsbiografien

Frühverrentung

Vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters wird keine staatliche Rente gezahlt.

 

Spätverrentung

Es war immer schon möglich, die Inanspruchnahme der staatlichen Rente über das gesetzliche Rentenalter hinaus aufzuschieben, um dadurch Rentenzuschläge zu erwerben. Diese Rentenzuschläge werden zusätzlich zur normalen staatlichen Rente gezahlt, wenn der Rentenberechtigte erstmalig eine Rente beantragt oder eine Wiederaufnahme seiner Rentenzahlungen beantragt. Bis 6. April 2005 wurde für jedes Jahr des Aufschubs der staatlichen Rente ein Rentenzuschlag von ungefähr 7,5% (1% pro sieben Wochen Aufschub) gewährt. Mit Wirkung ab 6. April 2005 erhöhte sich der Rentenzuschlag auf rd. 10,4% pro Jahr (oder 1% alle fünf Wochen). Die Höhe des Rentenzuschlags hängt davon ab, wie lange die Inanspruchnahme der staatlichen Rente aufgeschoben wird. Für die Auszahlung des Rentenzuschlags stehen folgende Optionen zur Wahl:

z Lebenslang eine höhere wöchentliche staatliche Rente (wenn die Inanspruchnahme der staatlichen Rente um mindestens fünf Wochen aufgeschoben wird).

z Eine steuerpflichtige Einmalzahlung (wenn die Inanspruchnahme der staatlichen Rente um mindestens ein Jahr am Stück aufgeschoben wird). Die Einmalzahlung besteht aus der während der Dauer des Rentenaufschubs nicht in Anspruch genommenen staatlichen Rente zuzüglich einer garantierten Verzinsung von mindestens 2 Prozentpunkten über dem Leitzins der Bank von England. Die Entscheidung für eine dieser beiden Optionen ist zu treffen, wenn die staatliche Rente dann beantragt wird.

 

Kindererziehungszeiten

Kindererziehungszeiten werden in beiden Komponenten des staatlichen Rentensystems (staatliche Grundrente und staatliche Zusatzrente) angerechnet. Dies gilt sowohl für Personen, die in dieser Zeit nicht erwerbstätig sind, als auch für Personen, deren Arbeitsverdienst unter der Mindestverdienstgrenze liegt und die deshalb keine Beiträge leisten. Bis 6. April 2010 wurden die Ansprüche auf staatliche Grundrente durch die sogenannte Home Responsibilities Protection (HRP) für Jahre, in denen Kindergeld für mindestens ein Kind unter 16 Jahren bezogen wurde, geschützt. Durch die HRP reduzierten sich die für den Bezug einer vollen staatlichen Grundrente erforderlichen Beitragsjahre, so dass bei ausreichender HRP nur 20 Erwerbsjahre (einschließlich Zeiten, in denen Sozialversicherungsbeiträge gutgeschrieben wurden) notwendig waren. Für die staatliche Zusatzrente wurden Jahre angerechnet, in denen Kindergeld für Kinder unter sechs Jahren gezahlt wurde; für die betreuenden Eltern wurde dabei ein fiktiver Verdienst in Höhe der unteren Verdienstschwelle zu Grunde gelegt. Die HRP wurde mittlerweile durch ein System ersetzt, bei dem Eltern und sonstigen Betreuungs- oder Pflegepersonen auf wöchentlicher Basis Sozialversicherungsbeiträge gutgeschrieben werden. Wer nach 2010 das gesetzliche Rentenalter erreicht, kann Gutschriften für Zeiten erhalten, in denen Kindergeld für ein Kind unter 12 Jahren bezogen wird. Diese Gutschriften können sowohl bei der staatlichen Grundrente als auch bei der staatlichen Zusatzrente angerechnet werden. Vor 2010 erworbene HRP-Jahre wurden in anspruchsbegründende Jahre umgewandelt, für die Sozialversicherungsbeiträge gutgeschrieben wurden.

 

Arbeitslosigkeit

Für Zeiten der Arbeitslosigkeit, in denen Leistungen der Arbeitslosenversicherung oder Sozialhilfe bezogen wurden, werden Beitragszeiten für die staatliche Grundrente gutgeschrieben. Für diese Zeiten werden jedoch keine Ansprüche im Rahmen der staatlichen Zusatzrente erworben.

 

Stand 06.06.2016

hk  06.06.2016

 

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Rentensystem in Großbritannien

 

Kurze Beschreibung der Rentensituation und des Rentensystems.

 

Das Rentensystem in Großbritannien basiert auf 3 Säulen:

 

der staatlichen Rente,

den Betriebsrenten

und der privaten Vorsorge.

 

Da die staatlichen Rentenleistungen gering sind, haben die Betriebsrenten und die private Vorsorge eine hohe Bedeutung. Rund 47% aller Beschäftigten haben eine Betriebsrente, 19% haben Vorsorge für eine private Zusatzrente getroffen. Ab 2012 erhöht sich noch die Bedeutung der Betriebsrenten, da dann eine für alle Arbeitnehmer verpflichtende Betriebsrente vorgeschrieben wird. Da die demographische Entwicklung in Großbritannien problematisch ist, versucht der Staat die staatliche, umlagefinanzierte Rente zu entlasten, indem ein teilweiser Übergang in ein Kapital gedecktes System möglich ist. Das stellt sich für einen Arbeitnehmer so dar, dass er sich von der entgeltbezogenen staatlichen Rente befreien lassen kann, wenn er eine eigene

 

 

 

1 www.pensionsorter.co.uk

2 www.bis.gov.uk

 

 

entsprechende Altersvorsorge vornimmt oder wenn der Arbeitgeber eine mindestens gleichwertige betriebliche Altersversorgung sicherstellen kann. Mit dem „Pensions Act 2007/2008“ ist eine weitreichende Rentenreform umgesetzt worden, die von einer nachhaltigen Gestaltung des Rentensystems ausgeht, indem eine schrittweise Anhebung des Rentenalters und neue Anreizsysteme zum Ausbau der privaten Vorsorge durch die Beschäftigten beschlossen wurden.

 

Der gesetzlichen 1. Säule

Die staatliche Rente setzt sich in Großbritannien aus einer pauschalen Grundrente (Basic State Pension) und einer entgeltbezogenen Zusatzrente(Additional State Pension) zusammen. Der Geltungsbereich für die Grundrente bezieht alle Arbeitnehmer und Selbstständigen mit ein, die Zusatzrente ist dagegen nur für Arbeitnehmer. Die Altersgrenze für den Renteneintritt beträgt bei beiden Rentenarten 65 Jahre für Männer und 60 Jahre für Frauen, allerdings erfolgt seit 2010 bis 2020 für die Frauen eine stufenweise Anhebung auf 65 Jahre. Anfang 2011 wurde von der britischen Regierung beschlossen, das Mindestalter für den Bezug der staatlichen Rente ab dem Jahr 2020 nochmals auf 66 Jahre zu erhöhen.

Eine vorgezogene staatliche Rentenzahlung vor dem gesetzlichen Rentenalter ist nicht möglich.

Der Beitrag für alle Sozialleistungen (Rente, Arbeitslosigkeit und Unfallschutz) liegt bei 12% des Bruttoeinkommens für die Arbeitnehmer und 12,8% für die Arbeitgeber und wird an die Sozialversicherungsbehörde National Insurance (NI) abgeführt. Dieser Prozentsatz gilt für einen Wochenlohn zwischen 139 und 817 £ (157 – 923 €). Beträgt der Lohn mehr als 817 £ sind 2% Beitrag zusätzlich auf den Betrag zu zahlen, der 817 £ übersteigt.

Auf Grund der Novellierung des Rentensystems in 2002 gibt es differenzierte Wartezeiten für Altfälle und aktuelle Rentenverläufe, aber grundsätzlich beträgt die Mindestbeitragszeit für die Grundrente 10 oder 11 Jahre.

Die volle Grundrente wird für Männer und Frauen nach 30 Jahren Beitragszahlung gezahlt (gilt seit 2010). Sie beträgt für einen Alleinstehenden 102,15 £ (115 €) (2011/2012)3 pro Woche, was ca. 14% des Durchschnittsverdienstes entspricht. Zur Grundrente kommt eine einkommensbezogene staatliche Zusatzrente (Additional State Pension). Diese Rente erhält jeder, der in das 1978 eingeführte Zusatzrentensystem als Erwerbstätiger eingezahlt hat. Die Zusatzrente wurde bis zum Jahr 2002 State EarningsRelated Pension Scheme (SERPS) genannt und seither State Second Pension (S2P). Die Zusatzrente aufbauen kann jeder, der: – abhängig beschäftigt ist und über 5.304 £ (5.994 €) im Jahr verdient, – unter zwölf Jahre alte Kinder betreut und Anspruch auf Kindergeld hat, – für mehr als 20 Stunden die Woche Kranke oder Behinderte betreut und Anspruch auf Pflegegeld hat. Der zusätzliche Rentenbetrag ist abhängig von der Höhe der Zahlungen an die Sozialversicherung und vom Durchschnittsarbeitsverdienst während des gesamten Erwerbslebens, wobei die Arbeitsentgelte zurückliegender Jahre entsprechend der 3www.direct.gov.uk/en/Pensionsandretirementplanning/StatePension/DG_183754 Lohnentwicklung aufgewertet werden.

Die maximale Zusatzrente beträgt 159,52 £ (180 €) (2011/2012) wöchentlich. Auch die Zusatzrente deckt jedoch nur knapp 25% des durchschnittlichen Jahreseinkommens ab, und dies auch nur bei entsprechend vielen Beitragsjahren. Wenn man als Arbeitnehmer an einer betrieblichen oder persönlichen Altersvorsorge teil nimmt, kann man aus der staatlichen Zusatzrente aussteigen. Bei einer betrieblichen Altersvorsorge zahlen dann der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber geringere Sozialabgaben, bei privater Vorsorge wird dem Arbeitnehmer ein Teil der Sozialbeiträge auf sein privates Rentenkonto gut geschrieben.

Die Grundrente ist niedriger als die Sozialhilfe, so dass, wenn keine anderen Einkünfte und keine Ersparnisse über 6.000 £ (6.780 €) vorliegen, der Staat die Grundrente aufstockt.

Diese Garantierente garantiert den Beziehern ein wöchentliches Renteneinkommen von 130 £ (147€) für Alleinstehende und 198,45 £ (224€) für ein Paar (darin ist die Grundrente eingeschlossen). Die gesetzliche Rente sichert nur einen Lebensabend auf Sozialhilfeniveau, und viele Bürger haben in jungen Jahren zu wenig private Vorsorge betrieben. Nach einer EU-Studie von 2010 lebt fast ein Drittel der Senioren in Großbritannien in Armut, in Deutschland sind es dagegen nur 17 Prozent und in Frankreich 13 Prozent.

Für alle Rentner kommen weitere staatliche Leistungen hinzu, zum Beispiel

kostenlose Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Kommune und im Umland, Heizkostenzuschüsse und auch Mietzuschüsse.

Mindestens einmal jährlich erfolgt eine Angleichung der Rentenhöhe durch Gesetz an die allgemeine Inflationsrate, zukünftig an die durchschnittliche Einkommenssteigerung. Es findet eine Besteuerung der Rente nach den allgemeinen Richtlinien statt, weitere Sozialabgaben sind allerdings im Ruhestand nicht abzuführen.

 

 

 

  1. Säule

Betriebliche Rentensysteme sind in Großbritannien stark verbreitet.

Etwa 47 Prozent der Beschäftigten haben eine Betriebsrente. Normalerweise wird monatlich ein gewisser Prozentsatz des Einkommens in die Betriebsrente eingezahlt. Dafür erhält man Steuererleichterungen. Der Arbeitgeber zahlt ebenfalls einen Anteil ein. Die Betriebsrenten werden normalerweise von Fondgesellschaften verwaltet. In der Bauwirtschaft gibt es seit vielen Jahren solche Pensionsfonds. Der größte Fonds für die Bauwirtschaft ist B&CE Benefit Schemes4 . Er hat 209.000 Baubeschäftigte und 6.400 Bauunternehmen unter Vertrag. Die Pensionskassen, Rentenfonds oder ähnliches werden vom Staat oder von ihm beauftragten Instituten überwacht. Grundsätzlich ist es möglich, dass beitragsorientierte oder leistungsorientierte Rentenzusagen vereinbart werden können, allerdings ist in letzter Zeit festzustellen dass immer mehr betriebliche Rentenversicherungen auf das Beitragsprimat 4 www.bandce.co.uk umstellen. Es sind ebenfalls Regelungen vorgeschrieben damit den Rentnern bei Zahlungsunfähigkeit einer einzelnen Institution kein Nachteil entsteht.

Ab dem 1.4. 2012 regelt eine neue Gesetzgebung für die betriebliche Rentenversicherung, dass jedes Unternehmen diese anzubieten hat und die Versicherung obligatorisch wird. Ab diesem Zeitpunkt müssen für jeden Arbeitnehmer mindestens drei Prozent des Lohns in einen Pensionsfond eingezahlt werden. Davon trägt der Arbeitgeber 1,5% und es kommen etwa 1% indirekter Leistungen durch den Staat in Form von Steuererleichterungen hinzu. Damit soll eine nachhaltigere, Generationen gerechte sowie sichere Altersvorsorge unabhängig vom Staat erreicht werden.

 

  1. Säule

Private Renten liefern ein zusätzliches Einkommen zu der staatlichen und betrieblichen Rente.

Die Einzahlung von Einkommensbestandteilen oder angesparten Vermögen in private Versorgungsfonds zur Aufstockung der Rente werden in Großbritannien von etwa 19% der Beschäftigten genutzt. Insbesondere für Selbständige ist diese Art der Rentenvorsorge wichtig, da sie weder staatliche Zusatzrenten noch Betriebsrenten ansparen können. Es ist zu vermuten, dass Bauarbeitnehmer die Privatvorsorge nur in geringem Maße betreiben. Alle Institute, die private Vorsorge anbieten, werden nach den Erfahrungen durch die Finanzkrise in Zukunft staatlich stärkeren Kontrollen unterzogen. Spezielle Formen der Rente bzw. Altersvorsorge und Frühverrentung Bei einem Renteneintritt vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter wird keine öffentliche Rente gezahlt. Allerdings gibt es im Rahmen der privaten Rentenversicherung in Verbindung mit Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen Frühverrentungsmöglichkeiten. Da in der Bauwirtschaft ein hoher Anteil der Beschäftigten den Status von Selbständigen hat, können sie die frühzeitige Verrentung in Anspruch nehmen, allerdings ist dies sehr oft nur mit einer deutlich niedrigeren Rentenleistung möglich. Vorteile bzw. Bonusregelungen bei der Verlängerung der beruflichen Tätigkeit über das normale Rentenalter hinaus Im britischen Rentensystem ist eine Verlängerung der Arbeitssituation über das 65. Lebensjahr hinaus seit 2005 möglich und erlaubt. Die Rentenzahlung erhöht sich in diesem Fall um 7,5% pro Beschäftigungsjahr (bis zu 5 Jahren nach der staatlichen Regelaltersgrenze), wenn vorher eine ordnungsgemäße Beitragsleistung erbracht worden ist. Durch die neue Gesetzgebung ist die Zeitspanne von 5 Jahren abgeschafft und der Rentenzuschlag wurde auf 10,4 % pro volles Jahr des Rentenaufschubes erhöht. Gleichzeitig wurde auch die Möglichkeit eröffnet, diesen Rentenzuschlag als Einmalzahlung zuzüglich einer garantierten Verzinsung von 2% bei Renteneintritt zu bekommen. Berücksichtigung von Zeiten der Arbeitslosigkeit Grundsätzlich werden die Zeiten der Arbeitslosigkeit, für die Arbeitslosenunterstützung oder Sozialhilfe gezahlt wurden bei der staatlichen Grundrente angerechnet, allerdings entstehen für die staatliche Zusatzrente keine weiteren Ansprüche. Arbeitsbeziehungen und paritätische Pensionsfonds bzw. Sozialkassen Im Rahmen der 2. Säule gibt es in GB viele Pensionsfonds und private Versicherungen für die Altersvorsorge im Kapitaldeckungsverfahren, die von den Beschäftigten ausgewählt werden können. Auch für die Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Selbständigen (Ein-Mann-Betriebe) in der Bauwirtschaft gibt es mehrere Pensionsfonds, die branchenorientiert oder berufsständisch organisiert sind. Zur Zeit ist B&CE Benefit Schemes der größte Fonds für die Bauwirtschaft, der seit 1942 nicht nur die betriebliche Altersvorsorge sondern auch z.B. das Urlaubsgeld, Arbeitsschutzmaßnahmen und Entschädigung für Arbeitsunfälle organisiert. Der Fonds wird von einem unabhängigen Vorstandsvorsitzenden geleitet aber von einem paritätischen Aufsichtsrat mit 6 Arbeitgebern und 6 Gewerkschaftsvertretern gesteuert. Es gibt jedoch weitere kleine paritätische Pensionsfonds, die von den Arbeitgebern und Gewerkschaften der Branche gesteuert werden und die auch die Tarifverträge für die Beitragsleistungen und die Rentenhöhen sowie die Auszahlungsbedingungen festlegen. Die Bedingungen, die finanziellen Belastungen und Leistungen sind sehr differenziert, allerdings ist die Steuerfreiheitsgrenze einheitlich. Sie liegt aktuell bei 1,7% für die Arbeitnehmer und 3,2% für die Arbeitgeber, das bedeutet, dass Einzahlungen in dieser Höhe vom Bruttoeinkommen steuerfrei sind. Zur Zeit liegen die durchschnittlichen Beiträge bei 3,75 % für die Arbeitnehmer und 7,5 % für die Arbeitgeber. Die Pensionsfonds haben einen Kapitalstock, der bis 2005 mit 5 % und ab dieser Zeit mit 2,5 % Garantiezins für die Erstattung der Rentenleistungen arbeitet. Auf Grund der demographischen Entwicklung in der Bauwirtschaft und vor allem auch durch die Finanzkrise bedingt arbeiten im Augenblick fast alle Fonds defizitär und es müssen die Kapitalrücklagen angegriffen werden. Rolle der Gewerkschaften, die aktuelle Diskussion sowie politische Trends An Hand der aktuellen Informationen zur Rentenentwicklung kann festgestellt werden, dass nur knapp 50 % der Beschäftigten in der Privatwirtschaft Beiträge in die Rentenversicherung der 2. Säule einzahlen, vor allem deshalb, weil die Einzahlung bisher freiwillig ist. Die aktuelle Rentenreform ist hauptsächlich auf die Renten und das Renteneintrittsalter der Beamten und Beschäftigten im öffentlichen Dienst gerichtet. Die Gewerkschaften haben jedoch unterstützt, dass ab April 2012 die 2. Säule verpflichtend für alle wird und damit die Zunahme der Altersarmut eingedämmt wird, die durch die niedrigen staatlichen Rentenzahlungen droht. Daneben sollen auch die Erfahrungen der Finanzkrise aufgearbeitet werden, so dass die öffentliche Kontrolle der privaten Rentenversicherung verbessert wird und vor allem die Angebote der Versicherer leichter zu verstehen sind. Durch die Krise ist die Angst gewachsen, Renten bei privaten Trägern abzuschließen, deshalb fordern die Gewerkschaften mehr paritätische Rentenfonds, die direkt von den Arbeitgebern und Gewerkschaften gesteuert werden können. In Großbritannien haben ca. 80 % der Beschäftigten Immobilienbesitz (Eigenheim oder eigene Wohnung). Durch die enormen Wertsteigerungen dieser Immobilien in den letzten 20 Jahren um 300 bis 400 % nehmen viele Rentner lieber Kredite zur Bewältigung ihrer Ausgaben auf, was aber von den Gewerkschaften als große Gefahr eingeschätzt wird, wenn der Immobilienboom eventuell in den nächsten Jahren zurückgehen würde. Daneben befürchten die Gewerkschaften durch die Verschiebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters Rentenminderungen für z.B. die Baubeschäftigten, da sie durch die schwere körperliche Arbeit nicht in der Lage sind bis zum 65. oder dann ab 2020 bis zum 66. Lebensjahr zu arbeiten. Auf Grund der schlechten Arbeitsbedingungen gibt es in Großbritannien immer mehr Beschäftigte, die aus dem aktiven Arbeitsprozess ausscheiden wollen und die sich „ASAP“ nennen, “as soon as possible”. Sie wollen die Arbeitssituation als Arbeitnehmer oder Selbstständige, oft Scheinselbstständige, verlassen, in den Ruhestand gehen um etwas nebenher zu verdienen, so berichteten einige Sozialforscher im Rahmen eines Pensions Workshops mit Experten an der University of Westminster am 3. 12.2010 in London. In Großbritannien arbeiten noch vergleichsweise viele Senioren, und nicht immer weil sie müssen. Bei einer Umfrage im Februar 2009 gaben knapp 40 Prozent der Befragten zu Protokoll, sie würden auch nach Erreichen des Rentenalters gern weiterarbeiten. Künftig können die Briten selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen. Das gesetzliche Rentenalter, das bisher beim Erreichen der Altersgrenze in der Regel automatisch zum Ausscheiden aus dem Betrieb führte, wird zu Ende September 2011 ersatzlos abgeschafft. Ein wichtiges Ziel der Maßnahme ist es, Personen mit zu geringer Altersvorsorge den Verbleib im Erwerbsleben zu erleichtern und damit einen Absturz in die Altersarmut zu verhindern. Bisher können Arbeitgeber ihre Beschäftigten mit dem 65. Geburtstag auch gegen deren Willen in Rente schicken. Die Seniorenverbände haben für die Abschaffung der Altersgrenze gekämpft. Auch der britische Gewerkschaftsbund TUC begrüßt die Änderung. Der Industrieverband CBI befürchtet dagegen, dass für die Unternehmen die Personalplanung und die Gewährung freiwilliger Sozialleistungen dadurch „nahezu unmöglich“ gemacht wird. Viele Arbeitgeber waren bisher froh, ältere Beschäftigte mit geringerer Produktivität in die Rente abschieben zu können. In Zukunft müssen sie dagegen wohl nachweisen, dass die älteren Arbeitnehmer ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen sind. Großbritannien Ergebnisse/Daten/Fakten auf einen Blick Bauwirtschaft:

Anzahl – Arbeitnehmer: 1,2 Millionen Selbständige: 700.000 – Betriebe: 300.000 Allgemeines Rentensystem ist wie organisiert?

1.Säule: gesetzliche obligatorische Grundrente und staatliche Zusatzrente Beiträge: Arbeitgeber: 12,8% Arbeitnehmer: 12%

2.Säule: betriebliche Altersvorsorge, bisher freiwillig, ab April 2012 obligatorisch Beiträge: Arbeitgeber: 1,5% oder mehr Arbeitnehmer: 1,5% oder mehr

3.Säule: Private Vorsorge, freiwillig Beiträge: Arbeitgeber: – Arbeitnehmer: nach Einkommenslage Gesetzliches Renteneintrittsalter: 65m/60w Anzahl der notwendigen Beitragsjahre: 10w/11m, volle Rente nach 30 Jahren (Grundrente) Tatsächliches Renteneintrittsalter: 63,1 (2008) Geplantes/zukünftiges gesetzliches Renteneintrittsalter: 65m/65w bis 2020, 66 ab 2020, 68 bis 2046 Mindestrente (Grundrente plus Aufstockungsbetrag): 147 €/ Woche für einen Alleinstehenden Rentenhöhe Brutto für einen Alleinstehenden: Grundrente: 115 €/ Woche in %: 14 Zusatzrente: 180 €/ Woche in %: 22

Frühverrentung möglich: Nein

Gibt es Sonderregelungen für die Bauwirtschaft? Nein

Gibt es Tarifverträge? Ja

Gibt es Paritätische Kassen oder Fonds? Ja

Stichworte/Kurzberichte zur aktuellen Diskussion/Forderungen:

Gesetzgeber: ab 2020 Renteneintritt ab 66 Jahre, ab 2012 obligatorische betriebliche Rente, ab Oktober 2011 kein Zwang in Rente zu gehen bei Erreichen des Rentenalters

 

Gewerkschaften: bekämpfen das Heraufsetzen des Rentenalters, begrüßen die Stärkung der 2. Säule.

 

 

 

 

 

 

 

 

Altersvorsorge in England

Das englische Rentensystem basiert wie das deutsche auf drei Säulen: der gesetzlichen Rente, Betriebsrenten und der Privatvorsorge. Anders als in Deutschland ist das britische System jedoch in erster Linie auf die Privatvorsorge ausgerichtet.

 

 

 

Staatliche Rente

Die staatliche Rente deckt dabei mit einer pauschalen Grundrente (Basic State Pension)   kaum das Lebensnotwendige ab. Der höchste Betrag, den Männer nach 44 Jahren und Frauen nach 39 Jahren Erwerbstätigkeit erhalten können, liegt bei 79,60 Pfund pro Woche, etwas über 100 Euro. In der Regel deckt die Grundrente lediglich ca. 15 % des durchschnittlichen Bruttogehalts ab.
Hinzu kommt noch eine einkommensbezogene staatliche Zusatzrente (Additional State Pension). Diese Rente erhält jeder, der in das 1978 eingeführte staatliche Zusatzrentensystem als Erwerbstätiger eingezahlt hat. Auch diese Zusatzrente deckt jedoch nur ca. 25% des durchschnittlichen Jahreseinkommens ab und dies auch nur bei entsprechend vielen Beitragsjahren.

 

Private Vorsorge

Wegen der relativ niedrigen staatlichen Rente ist das private Vorsorgen mit einer Risikolebensversicherung oder durch eine fondsgebundene Rentenversicherung in England in der Regel unerlässlich. Angeboten werden diese Produkte von Banken, Investmentgesellschaften, Bausparkassen oder Versicherungen. Die Beiträge werden bei dieser Form der Vorsorge investiert und bei Rentenbeginn ausgezahlt.
2001 führte die britische Regierung zudem die so genannten Stakeholder Pensions ein. Arbeitgeber wurden damit verpflichtet, ihren Arbeitnehmern diese gebührengünstige Privatversicherung anzubieten.

 

Betriebsrente

Bei der betrieblichen Altersvorsorge zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Durchschnitt 10% des Jahreseinkommens in einen Fond ein, der vom Betriebsvermögen juristisch getrennt ist und von Treuhändern überwacht wird.
Dabei gibt es in England zwei unterschiedliche Modelle: zum einen gibt es das Final Salery Scheme, bei dem bereits im Voraus die Höhe der Rente festgelegt wird. Zum anderen gibt es das Money Purchase Scheme, bei dem die Beiträge investiert werden. Die Höhe der später ausgezahlten Rente hängt demnach von der Wertentwicklung ab.

Auch in Deutschland wird regelmäßig über eine Stärkung der privaten Altersvorsorge und gleichzeitiger Rückzug der gesetzlichen Rente debattiert. Dabei bedarf es nicht mal globaler Finanzkrisen wie zum Beispiel 2008, um die Schwachstellen aktienorientierter oder anderer privatwirtschaftlicher Vorsorge zu belegen.

 

Arten der Privatvorsorge

Welche Formen der Privatvorsorge für einen Menschen passgenau sind, orientiert sich stets an seiner Risikobereitschaft in Kombination mit der Rendite-Erwartung. Auch die Zeit bis zum Renteneintrittsalter spielt eine entscheidende Rolle. Wer bereits im höheren Alter ist, sollte Anlageformen mit geringem Risiko wählen. Für wen die Rente noch „in weiter Ferne“ liegt, kann auch mit Aktien und Fonds für das Alter vorsorgen. Solche Papiere werden in Depots hinterlegt, die die meisten Banken ihren Kunden anbieten. Neben den Angeboten der Hausbanken gibt es mittlerweile mehrere spezialisierte Spezialanbieter.