Unser Kommentar

Eine Volksversicherung für alle ihre Bürger haben:

Belgien, Frankreich, Luxemburg,

Griechenland, Großbritannien,

Irland, Italien.

Eine Erwerbstätigenversicherung 

für alle Erwerbstätigen haben:

Österreich, Portugal und Spanien.

Nur Deutschland hat eine Trennung zwischen

ARBEITNEHMERN, SELBSSTÄNDIGEN und BEAMTEN.

Daraus entsteht die ZWEIKLASSEN–GRUNDLAGE

für das ALTERSRUHEGELD,

bestehend aus RENTEN und PENSIONEN.

Unser Kommentar:
Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle.
 
Um gegen eine Rentenreform a` la Österreich argumentieren zu können wird Scheinheilig (Wider besseren Wissens) angeführt, dass in Österreich der Beitrag zur Rente ja bei 22,8% liegt und in Deutschland hingegen nur 18,7% fällig sind.
Wenden wir uns erst einmal dem Beispiel Österreich zu:
Arbeitnehmeranteil:    10,25%
Arbeitgeberanteil:       12,55%
Beamte zahlen:          10,25%
Politiker zahlen:          10,25%
Der Staat übernimmt den Arbeitgeberanteil von bis zu 12,55%
Und damit zahlen alle „ohne Ausnahmen“ 22,8% in nur eine Kasse (pro Bundesland) ein, aus der alle Pensionen ausgezahlt werden.
Schon hier wird ersichtlich warum das Rentenmodell Österreich so niedergemacht wird, denn weder die Beamten noch Politiker zahlen in Deutschland keinen einzigen Cent in eine Kasse ein, aus der sie einmal ihre Pensionen beziehen werden.
Wenn wir jetzt auch noch die Beiträge für Rürrup/Riester und andere ZUSATZVERSICHERUNGEN (ZWEITE SÄULE der ALTERSVERSORGUNG) dazu rechnen, dann liegt ein DEUTSCHER ARBEITNEHMER bei ca. 22,7% an Ausgaben für eine „sogenannte“ eigene Altersvorsorge.
PS: ist  Ihnen bekannt, dass es rund 1.500 Arten von Riester-Verträgen gibt?
Die BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE – BETRIEBSRENTE ist nur ein Sparmodell für die Betriebe, denn ihre RÜCKSTELLUNGEN für die Betriebsrente schmälern nur die Gewinne und sind zusätzlich für den Betrieb auch noch „STEUERFREI“.
Die Zeche bezahlt der Empfänger, der die Betriebsrente versteuern muss.
Nächster Punkt:
Die Rentenbezugsdauer in Deutschland beträgt 15 Jahre. So ist jedenfalls die Kalkulation, aus der sich die Rentenhöhe auch berechnet. Dass diese Berechnung heute nicht mehr zutrifft, liegt an den verbesserten Arbeits- Umwelt- Gesundheitsbedingungen und Lebensumständen und deshalb wird das Renteneintrittsalter pausenlos noch oben (später) verschoben.
Entscheidend ist in allen Ländern der Europäischen Union wie lange (MONATE) ein Bürger gearbeitet hat
und nicht wie ALT (Renteneintrittsalter) er ist.
Warum wird auf die Bürger anderer Nationen geschimpft, wenn ihr Recht auf RUHESTAND es zulässt nach 540 Monaten oder auch etwas früher in den wohl verdienten Ruhestand zu gehen. 540 Monate sind 45 Jahre.
Hier zulande kann ein Bürger/Bürgerin – je nach Schulbildung mit 15 Jahren eine Lehre beginnen, wenn er/sie 45 Jahre gearbeitet hat, dann beträgt ihr Alter gerade 60 Jahre. Sie dürfen aber noch nicht in den Ruhestand gehen, weil das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre und zukünftig 70 Jahre festgesetzt wurde. Bei einem Eintrittsalter 67 Jahre werden dann für 624 Monate Rentenbeiträge eingezahlt und am Ende kommen gerade einmal so wenige Euros zusammen, dass das Renteneinkommen nicht zum Überleben ausreicht.

Und das nennt sich Rentengerechtigkeit

hk 16.05.2016

 

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