Typisch Deutsch

Wenn das mit dem in Deutschland krampfhaft als “DREI SÄULEN MODELL” propagierte Rentenversicherungssystem viel zu kompliziert und unübersichtlich ist, versucht nicht etwa der dafür zuständige Minister des “Bundesministeriums für Arbeit und Soziales – BAMS” Abhilfe zu schaffen – nein der Bundesminister der Finanzen springt bei und erklärt das den Leuten endlich mal richtig!. Scholz will das jetzt in die jährlich an alle Versicherten verschickte “Renteninfoprmation” einbauen.

Diese völlig unnütze Beruhigungs-Information über die angeblich, voraussichtlich später zu erwartende Rente, die jetzt schon mit falschen Zahlen die Versicherten mit viel zu hohen Erwartungen einlullt, wird durch die Scholz-Erweiterung bestimmt noch unrealistischer und komplizierter!

Ganz erstaunlich bei diesem Vorhaben:  Die Rentenversicherung, welche angeblich KEINE detailiierten Angaben über die einzelnen Ausgaben ihres eigenen Hauses, wie z.B. Kriegsopferrenten und Renten denen KEINE Versicherungsbeiträge zu Grunde liegen (die so genannten “Versicherungsfremden Leistungen”) machen kann, will plötzlich die Versicherten darüber informieren wie sich ihre privat mit unabhängigen Versicherungsgesellschaften, teilweise über die Arbeitgeber, abgeschlossenenen Riester- und Betriebsrenten (über Entgeltumwandlungen) entwickeln könnten? 

Ein kleiner Tipp an Olaf: “Herr Scholz setzen Sie sich für die Reform des deutschen Rentensystems nach österreichischem Vorbild ein! Dann können Sie sich ihre “Drei-Säulen-Info” und den bestimmt nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand im neu zu schaffenden “Drei-Säulen-Informations-Ermittlungs-Amt”, den mit absoluter Sicherheit wieder die Versicherten zahlen müssen, bzw die Rente schmälert, völlig sparen! (an den Hut stecken)

Übrigens: Die Österreicher können sich Ihre spätere (Rente) Pension SELBST KOSTENLOS und online ausrechnen!
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Der (Papier) Tiger hat mächtig gebrüllt …

… und KEINER hat es bemerkt! nicht einmal für “Film, Funk und Fernsehen” war es auch nur eine Zeile wert.

“Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. (vormals der Verband der Kriegsbeschädigten) ist mit über 1,8 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Er vertritt die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger. Politisch setzt sich der Sozialverband VdK für einen starken Sozialstaat ein, eine tragfähige gesetzliche Sozialversicherung, soziale Gerechtigkeit und Solidarität. Dabei reichen die Themen des Sozialverbands VdK von Rente, Gesundheit und Pflege bis hin zu Teilhabe und Behinderung, Leben im Alter und soziale Sicherung. Seine sozialpolitische Interessenvertretung stärkt der VdK durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.”

Am Dienstag, den 15. Mai, hat VdK-Präsidentin Ulrike Mascher den 18. Ordentlichen Bundesverbandstag des Sozialverbands VdK Deutschland in Berlin eröffnet. „Unsere wichtigste Forderung an die Bundesregierung bleibt dieselbe wie vor der Bundestagswahl: eine sozial gerechtere Gesellschaft zu schaffen“, erklärt Mascher. Deshalb lautet das Motto der dreitägigen VdK-Veranstaltung „Soziale Spaltung stoppen!“. Denn die soziale Ungleichheit nimmt weiter zu. „Wir kämpfen für soziale Gerechtigkeit und verteidigen den Sozialstaat“, versprach Mascher.

Schwerpunktthemen für die VdK-Arbeit in den nächsten vier Jahren sind unter anderem die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung, die Zukunft der Pflege, die Armutsbekämpfung und -vermeidung sowie die Schaffung von Barrierefreiheit in allen gesellschaftlichen Bereichen. Die knapp 190 Delegierten aus ganz Deutschland verabschiedeten die sozialpolitischen Richtlinien des VdK.

Dieser Verband wie auch der SoVD  (für viele Senioren sicher als “Freizeitgestaltung” bei Kaffe und Kuchen wertvoll) IST KEINE INTERESSEN-VERTRETUNG DER RENTNERINNEN UND RENTNER. Dieser Verband (unterstützt mit Steuergeldern durch die Regierung) hat ausser fadenscheinigen Forderungen noch nie verwertbare Vorschläge zu Problemlösungen erbracht!
Nicht einmal der neue Minister für Arbeit und Zozieles, Hubertus Heil, erachtete diesen Verband als eine Interessenvertretung und lud diesen erst gar NICHT zur “Rentenkommission” – der VdK andererseits “forderte”, dieses Mal nicht, eingeladen zu werden, ist das nicht bemerkenswert?!

Da haben Sie den “Salat”

Der neue “Herrscher” über das “BAMS”  – Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil von der SPD, kündigte sie kürzlich an und gestern nun stellte er sie vor , die “Rentenkommission”. Entsprechend der Vorgabe im Koalitionsvertrag gehören der Kommission Vertreterinnen und Vertreter der Sozialpartner, der Politik und der Wissenschaft an. Ziel der Kommission ist es, Wege zu einer nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme ab dem Jahr 2025 zu finden und damit das Fundament zu schaffen für einen neuen, verlässlichen Generationenvertrag, als einen fiktiven „Solidar-Vertrag zwischen jeweils zwei gesellschaftlichen Generationen“  als theoretisch-institutionelle Grundlage einer im Umlageverfahren finanzierten dynamischen Rente.

Zusammensetzung der Kommission:

Geleitet wird die Kommission von zwei Vorsitzenden:

  • Frau Gabriele Lösekrug-Möller (SPD)
    Seit 1972 in der SPD, (LV-Niedersachsen) seit Nov. 2001 im Bundestag, ab Dezember 2013 Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales.
    Öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis und Mitglied des Bundestages.
    Pensionsberechtigt
  • Herrn Karl Schiewerling (CDU)
    Seit 1972 in der CDU, (CDU-Bezirksverband Münsterland) 2005-20017 im Bundestag.
    Zur Bundestagswahl 2017 trat Schiewerling nicht mehr an. Kurz vor Ende seines Mandats setzte Schiewerling 2017 im Bundestag mit wenigen zuvor eingeweihten Personen versteckt eine gesetzliche Veränderung der als sehr schlecht eingeschätzten Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie durch. Wegen des großen Lobbyeinflusses der Unternehmen wurde dieses Vorhaben von Schiewerling unter anderem vor dem Landwirtschaftsministerium geheim gehalten und die Paragrafen an ein anderes Gesetz angehängt.
    Pensionsberechtigt

Weitere Mitglieder sind:

  • Frau Annelie Buntenbach, Deutscher Gewerkschaftsbund (die Grünen)
  • Herr Alexander Gunkel, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
  • Frau Katja Mast, MdB, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD
    Seit 1993 in der SPD, Landesverband Baden-Würtemberg) Seit Oktober 2005 im Bundestag
    Pensionsberechtigt
  • Herr Hermann Gröhe, MdB, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU
    Seit 1975 JU / 1977 in der CDU (Landesverband Nordrhein.Westfalen)
    Seit 1994 im Bundestag, Generalsekretär der CDU, stellv. Vors der CDU/CSU Bundestagsfaktion,
    Staatsminister im Bundeskanzleramt,
     von Dezember 2013 bis März 2018 Bundesminister für Gesundheit.
    Pensionsberechtigt
  • Herr Stephan Stracke, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der CSU im Bundestag
    Pensionsberechtigt
  • Herr Prof. Dr. Axel Börsch-Supan, Direktor Munich Center for Economis of Aging, Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, TU München.
    Axel Börsch-Supan, ist ein ausgewiesener Lobbyisten der Versicherungswirtschaft (siehe auch hier auf den NachDenkSeiten), der kein Interesse an einer Stärkung der gesetzlichen Rente haben kann!
    Informationen aus Lobbypedia
    Beamter, Pensionsberechtigt
  • Frau Prof. Dr. Simone Scherger, SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen
    Beamtin, Pensionsberechtigt
  • Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Lebenslauforientierte Sozialpolitik
    Beamter, Pensionsberechtigt
  • Herr Prof. Dr. Gert G. Wagner, Vorsitzender des Sozialbeirates, Senior Research Fellow am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, DIW, Berlin.
    Interessant ist Wagners Expertise in der Rentenkommission, weil Prof. Wagner bereits Mitglied der so genannten Rürup-Kommission gewesen ist!
    Beamter, Pensionsberechtigt

Zum Schluss noch die Frage: “Wie soll/kann eine Kommission an einen neuen, verlässlichen Generationenvertrag “arbeiten”, wenn es einen solche alten Generationenvertrag  n i e  gegeben hat, da dieser Ausdruck einen rein  f i k t i v e n  Kontrukt darstellt?”

Grundlegende Information: [Der Generationenvertrag]

Informieren Sie sich :[Die Rente ist sicher, wenigstens für die neue Rentenkommission!]

Informationen des BMAS:  [Rentenkommission Verlässlicher Generationenvertrag]

Anmerkung: Wie kann ein angeblicher “SOZIALdemokrat”, der von seinen Parteimitgliedern die Erlaubnis erhielt, in eine neue “Kleinko” mit der “christlichen Union” einzugehen, weil die Parteispitze hoch und heilig versrach, GESTALTEN zu werden, jetzt eine so zusammengesetzte Kommission einsetzen – zu Lösung eines der wichtigsten Frage, der ALTERSVERSORGUNG für die MEHRHEIT der BEVÖLKERUNG?

Es reicht, so geht das nicht weiter!

  1. Die Tinte der Unterschriften auf dem Koalitionsvertrag zur neuerlichen “KLEINKO” zwischen den “christlichen” und den “Sozis” ist noch nicht trocken, da geht das Gezerre schon wieder los!
    Uns Rentnerinnen und Rentnern und den noch im Beruf stehenden, rentenversicherten, abhängig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stellt dieses “Machwerk” diverse “Rote Haltelinien” in Aussicht, die die Koalitionäre “hoch und heilig” versprechen einhalten zu wollen.
    Das Rentenniveau soll bis 2025 nicht weiter sinken und die Beiträge zur Rentenversicherung sollen nicht steigen.
    Unabhängig davon, das der Rentenbericht 2016 schon voraussagte, dass dieses auch OHNE Kleinko-Versprechen ganz von alleine, aufgrund der wirtschaflichen Lage in der Bundesrepublik eintreten wird, stänkern jetzt schon wieder “Experten” und Verbände herum und verbreiten Angst und Schrecken damit, dass dieses nicht finanzierbar sei, weil zweistellige Milliardenbeträge kostete und, man ahnt es schon, … “Arbeitsplätze kosten würde”.
    Kein anderer Ausweg aus dieser “Katastrophe” als (was pfiffigerweise im Koalitionsvertrag NICHT enthalten ist) die Lebensarbeitszeit bis zum Renteneintritt auf 70, 75, ja auch 80 Jahre anzuheben wäre denkbar und möglich!
    Siehe dazu den Auszug eines Zeitungsbericht aus diesen Tagen
  2. Am 27.02.2018 (wir berichteten)  beantwortete die Bundesregierung eine Anfrage der AfD im Bundestag zu den “Versicherungsfremden Leistungen” oder auch “Nicht beitragsgedeckten Leistungen in der Gesetzlichen Rentenversicherung mit der lapidaren Antwort: 
    Die nicht beitragsgedeckten („versicherungsfremden“) Leistungen lassen sich nicht exakt beziffern, denn es gibt in Wissenschaft und Praxis keine eindeutige und konsensfähige Abgrenzung dieser Leistungen. Es existieren daher lediglich Abschätzungen von Orientierungsgrößen … Es gibt somit weder eine Statistik zum Umfang der nicht beitragsgedeckten Leistungen, noch lassen sie sich dem Kontenrahmen der Träger der Deutschen Rentenversicherung entnehmen. Eine diesbezüglich differenzierte Aufstellung der Ausgabenpositionen im Rentenversicherungsbericht ist daher nicht möglich”!
    Kommt die Deutsche Rentenversicherung selbst in ihrem Servicedienst “Ihre Vorsorge” zu der Erkenntnis: “Würde der Bund “versicherungsfremde” Leistungen vollständig tragen, könnte Rentenbeitrag um 2,3 Prozentpunkte sinken.”
    Wie kann die DRV solche Berechnungen anstellen wenn ihr, wie die Bundesregierung behauptet keine Zahlen zu den “Versicherungsfremden / nicht beitragsgedeckten Leistungen” vorliegen?
    Mit Fug und Recht kann nach diesem Bericht festgestellt werden, die Bundesregierung verschleiert absichtlich und scheut sich nicht den Bundestag und die Parteien ohne Skrupel frech zu belügen!
    Siehe hierzu den Service-Bericht der Deutschen Rentenversicherung
  3. Der gleiche Servicedienst “Ihre Vorsorge” der Deutschen Rentenversicherung warnt jetzt:
    “Entgeltumwandlung senkt Rentenanspruch:
    Rentenversicherung warnt vor “weitreichenden Auswirkungen”, wenn beitragsfreie Altersvorsorge
    über den Betrieb ausgeweitet würde.”
    Genau diese weitere, durch die noch im Beruf stehenden, rentenversicherten, abhängig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu finanzierende “Pseudo-Betriebsrente”, welche die Bundesregierung lautstark als “Dritte Säule” der Altersruhestandsversorgung mit dem “Bertiebsrentenstärkungsgesetz” anpries, nur um schein-zu-demonstrieren, dass es in Deutschland wie z.B. in der Schweiz, auch ein “Dreisäulen Modell” gäbe, stellt die Gesetzliche Rentenversicherung nun eindeutig in Frage.
    Diese unredliche Schein-Betriebsrente schade den späteren Ansrüchen in der Geseztlichen Rente!
    Siehe dazu einen weiteren Service-Bericht der Deutschen Rentenversicherung

Diese hochaktuellen Beispiele zeigen unmißverstädlich, die neue (wie auch schon die alte) Bundesregierung, gebildet durch angeblich “christliche” und “soziale” Parteien, spielen, was das deutsche Rentensystem zur Altersversorgung der Rentnerinnen und Rentner und der noch im Beruf stehenden, rentenversicherten, abhängig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland, eindeutig und absichtlich mit falschen Karten!

Alle bestehenden freien und unter dem Dach der BAGSO stehenden “Senioren-Organisationen” haben in der Vergangenheit nichts zur Verbesserung der Situation in der deutschen Rentenversicherung getan oder bewirken können! Die Regierung, der Förderer und inofizielle “Herr” dieser “Veranstaltung” durch finanziell Zuwendungen (der derzeitige Präsident ist kein Geringerer als Franz Münthefering) wendet auch hier wieder das bewährte Prinzip römischer Cesaren an : “teile und herrsche” über ca. 100 Einzelorganisationen, die sich selber vorgaukeln “Gemeinsam sind wir stark”.

Wenigstens die noch freien und unabhängigen Vereine, Organisationen, Kleinstparteien und Einzelkäpfer sollten nun endlich den einzig noch sinnvollen Schritt machen:

Lesen Sie hier weiter:

Das ewige Verwirrspiel …

… müsste nun ENDLICH ein Ende haben!

Noch vor kurzer Zeit (27.02.2018) beantwortete die Bundesregierung eine Anfrage der AfD im Bundestag zu den Versicherungsfremden Leistungen in der Gesetzlichen Rentenversicherung mit der lapidaren Antwort: 
Die nicht beitragsgedeckten („versicherungsfremden“) Leistungen lassen sich nicht exakt beziffern, denn es gibt in Wissenschaft und Praxis keine eindeutige und konsensfähige Abgrenzung dieser Leistungen. Es existieren daher lediglich Abschätzungen von Orientierungsgrößen … Es gibt somit weder eine Statistik zum Umfang der nicht beitragsgedeckten Leistungen, noch lassen sie sich dem Kontenrahmen der Träger der Deutschen Rentenversicherung entnehmen. Eine diesbezüglich differenzierte Aufstellung der Ausgabenpositionen im Rentenversicherungsbericht ist daher nicht möglich”

Unabhängig davon, dass eine solche Antwort eine reine, unverblümte UNVERSCHÄMTHEIT darstellt, eine Bundesregierung, ein tausende-Mitarbeiter-starkes, verantwortliches Sozialministerium und eine mindes ebenso reichlich personell besetze Verwaltung der Deutschen-Rentenversicherung, sowie etliche Mietmäuler, wie der immer wieder gern bemühte Professor Raffelhüschen, brächten es nicht fertig, endlich diesen schon viele Male angesprochenen und abgefragten “Streitpunkt” eindeutig abzuklären, besteht seit einigen Jahrzehnten die “Teufel-Tabelle” der ADG – Aktion Demokratische Gemeinschaft e.V.
und eine Studie des Karl Bräuer Instituts, herausgegeben vom Bund der Steuerzahler aus dem Jahre 2011!

Nun hat die Hans-Böckler-Stiftung eine Studie veröffentlicht, die das Verwirr- und Versteckspiel der Bundesregierung endgültig beenden sollte!

Download (PDF, 144KB)

 

Das Armenhaus Europas

Wir in Deutschland werden zum Armenhaus Europas.
Fast der gesamte ehemalige Ostblock und sogar Griechenland
werden zum Teil dramatisch wohlhabender sein.

Rentenniveau als zu erwartende Renten in der EU in Prozent des Nettoverdienstes:

Quelle: Münchner Merkur 19.12.2017 13:22

Kroatien 129.2
Niederlande 100,6
Italien 93,2
Österreich 91,8
Ungarn 89,6
Bulgarien 88,9
Luxemburg 88,4
Slowakei 83,3
Zypern 82,6
Spanien 81,8
Dänemark 80,2
Frankreich 74,3
Litauen 71,2
EU – 28 Durchschnitt
70,6
Belgien 66,1
Finnland 65,0
OECD Durchschnitt 62,9
Tschechien 60,0
Lettland 59,5
Estland 57,4
Slowenien 56,7
Schweden 54,9
Griechenland 53,7
Rumänien 51,6
Deutschland 50,5
Irland 42,3
Malta 41,9
Polen 38,6
Großbritannien 29,9

 

 

Jubiläum verschlafen?

Eine Präsentation des Kreisverbandes Verden / Nds.
im Original aus dem Jahre 2008, knapp ein Jahr nach dem Gründungsjahr 2007 der “Rentnerinnen und Rentner Partei RRP”.
(Im Design angeglichen nach der Umbenennung in Bündnis21/RRP)

Diese Präsentation enthielt schon alle grundsätzlichen Forderungen und Erklärungen,
wie sie noch heute (mit aktualisierten Zahlen und Werten) nach über 10 Jahren sofort einsetzbar wäre.

 

Ausführung: PDF

Bündnis21-RRP-Präsentation

 

Ausführung: PowerPoint

GROSSE Rentenreform – Gerechtigkeit

Mehr Gerechtigkeit in der Ruhestandsversorgung der Gesetzlichen Rentenversicherung GRV.

Wie vorgeschlagen sollen die Renten – über 1800 Euro pro Monat,
nicht mehr bei der jährlichen Rentenanpassung berücksichtigt werden.
Der damit eingesparte Betrag soll den Renten unter 1000 Euro pro Monat zugute kommen.

Errechnet auf der Basis des Schaubildes “Rentenbezüge in Deutschland (aus dem Jahr 2016)” :

  • In den drei Zeilen der Rentner/innen mit einer Rente über 1701 €/mon. jeweils vom Mittelwert angenommene 3% Rentenanpassung in Euro, und multiplizieren diesen Wert mit der jeweiligen Anzahl der Rentner/Innen in dieser Zeile (in der Zeile von 1701-1900 Euro nur die Hälfte, also ab 1800 Euro)
  • Addieren der gewonnenen Zeilen-Summen (in €) zu dem möglichen “Gesamt-Einspar-Potential” von 42.010.314 € / (~Zweiundvierzig-Millionen Euro)
  • Diese Summe wird geteilt durch die Gesamt-Anzahl der Rentner/Innen, welche derzeit  unter 1000 Euro Rente im Monat erhalten (In der Zeile 901-1100 Euro wieder nur die Hälfte, also ab 1000 Euro)
    Das erbrächte bei einem möglichen “Gesamt-Einspar-Potential” von 42.010.314 Euro
    geteilt durch 12.545.248 Rentner/Innen :
    ~ 3,35 Euro  MEHR  pro Rentner/In im Bereich von derzeit unter 1000 Euro Rente – im Monat!

3,35 Euro pro Monat mehr Rente für die Rentner/innen,
die zur Zeit weniger als 1.000 Euro Rente pro Monat erhalten!
Das erscheint im ersten Moment sehr viel.
Betrachtet man eine Rente von 100 Euro im Monat, welche bei einer Rentenanpassung von den angenommenen 3% auch 3 Euro im Monat ausmacht. Diese Minirente erhielte also rund 6% Rentenanpassung.

Zwei Aspekte sprechen aber massiv gegen diese so einfach erscheinende “Reform”:

  • Ein “Einfrieren” der Renten über 1800 Euro pro Monat bedeutete eine unzulässige, faktische “Rentenkürzung” für die in Frage kommenden Rentner/Innen, da die jährliche Preissteigerungsrate auch deren Renten entsprechend verringert!
    Nimmt man die durchschnittliche Preissteigerung der letzten Jahre (verinfacht) von 2%, bei dem Rechenbeispiel von 3% Rentenanpassung, so bleiben noch 1,11 Euro / Monat zum “Verbessern” übrig.
  • Die Deutsche Rentenversicherung gibt an, ab einem Betrag von 773 Euro (oder geringer) könne Grundsicherung beantragt werden.
    Ende 2016 bezogen über eine Million Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter.
    Bei Beziehern von Grundsicherung wird jegliche Erhöhung der Rente SOFORT von der staatlichen “Zuwendung” ABGEZOGEN!
    Die den Beziehern von Renten über 1800 Euro pro Monat einbehaltene Rentenanpassung würde NICHT den Rentnern von Minirenten unter 773 Euro pro Monat zu Gute kommen , um deren Rente “spürbar” zu verbessern, sondern flösse für die Rentner UNGENUTZT aus der Rentenversicherung in den “Steuersäckel”! (Das erfuhren auch schon die Mütter mit Minirenten und Grundsicherung, die durch die “Mütterrente” – “spürbare Entlasung” erfahren sollten)
    Auswirkungen also NUR auf Renten zwischen 773 und 1000 Euro pro Monat. (~ Dreimillionen Rentner/Innen)

Also real betrachtet (unter den beiden oben angeführten Aspekten) mögliche Verbesserung für ca. drei Millionen Rentnern/Innen in der Höhe von 1,11 Euro pro Monat zusätzlicher Rente.

Ist das DIE Lösung? – wohl auch nicht nur “für den Anfang”!

Übrigens, damit NIEMAND auf die Idee kommt, da wären, könnten, würden ja noch Rentner/innen sein, die weitaus mehr Rente beziehen:
Nach der Rentenformel:  Rente pro Monat = E x Z x R x A
ist die maximal (theoretisch) erreichbare Rente zur Zeit (2017) = 2740,50 Euro / Monat für den fiktiven “Maximalrentner”, der eine reine Rechengröße darstellt, die Niemand erreichen kann, da dieser “Maximalrentner” Zeit seines Arbeitslebens von 45 Jahren IMMER mindestens ein Lohn/ Gehalt an der Beitragsbemessungsgrenze oder darüber haben müsste, um Jahr für Jahr zwei Rentenpunkte gutgeschrieben zu bekommen! (durch die Beitragsbemessungsgrenze 6.350 Euro monatlich im Westen und 5.700 Euro im Monat in den ostdeutschen Bundes­ländern für 2017) ist mehr als zwei Rentenpunkte NICHT möglich.
Diese Rente kann KEIN realere Rentner/In erreichen!, da Niemand sofort zum Berufsanfang ein solches Lohn-/Gehaltsniveau erreicht und die fehlenden Rentenpunkte auch im späteren Berufsleben NICHT ausgeglichen werden können, selbst wenn das Lohn/Gehaltsniveau dann über der Beitragsbemessungsgrenze liegen sollte – mehr als zwei Rentenpunkte pro Jahr IST NICHT MÖGLICH!

(Hier Nachweis money.online)

 

 

Das Rechenblatt:

 

WIR – ja, SIE und ich leben im REICHSTEN Land Europas!

Wir sind WELTMEISTER in Allem und Jenen. Wir holten die meisten Medaillen, wir fuhren die beste Paarlauf-Kür aller Zeiten. Wir werden regelmäßig, unausweislich mit unserm Rekord-Fußballklub, dank seines grundehrlichsten Vereinspräsidenten der gesamten FIFA,  Deutscher Meister in der ersten Liga. Wir sind Windmühlen-Meister, wir sind Energiewende-Meister. Wir sind Papst und wir haben die allerbeste Regierung auf der ganzen Welt – wir haben Merkel.  Wir sind absolute Weltmeister in der Anzahl der Gesetze, Verordnungen und Vorschriften, Zählt man ALLE diese ALLER Staaten der Welt zusammen, haben wir die Hälfte davon! Wir sind Demokratieweltmeister, wir haben die demokratischste Demokratie der Welt. Wir dürfen, ja wir müssen diese Superdemokratie am Hindukusch verteidigen und über die ganze Welt verbreiten. Wir sind Weltmeister im populistisch VERFÜHREN lassen, deshalb dürfen wir auch nichts direkt wählen, KEIN Staatsoberhaupt, KEIN Regierungs-Kanzler. Wir sind UNMÜNDIGKEITS-Weltmeister, weil wir auch noch “falsche” Parteien wählen – man muss uns ständig an der Hand halten und kontrollieren – demokratischer geht es einfach nicht. Wir sind Jahr für Jahr EXPORT-Weltmeister. Wir sind Weltmeister in Steuern und Abgaben. Wir dürfen uns hier in Mitteleuropa aufhalten, in einem Land, in dem wir “gut” und gerne leben. Wir sind Wir-schaffen-das-Weltmeister. Wir sind “Flüchtlings”-Integrations-Weltmeister.  Wir sind mittlerweile Europameister bei den Mieten – Münchner Durchschnittsmieten schlagen locker Nobel-Quartiere im Wiener 1.Bezirk!

Wir müssten eigentlich die GLÜCKLICHSTEN Menschen weit und breit auf dem ganzen Erdenrund sein, wären da nicht die rothaarigen Nachkommen der Wikinger in unserem nördlichen Nachbarland, die uns diesen letzten noch nicht ereichten Titel stets abjagen!
Und das liegt nicht nur an Margarethe, der Königin aller Dänen, sondern wohl vor allem daran, Deutschland ist auf dem besten Wege einen weiteren rühmlichen Titel zu erringen, nämlich dem Billiglohnland Nr. 1 in Europa! (Nach der Öffnung des “Eisernen Vorhangs” strömten Arbeitskräfte aus Osteuropa zahlreich zu uns, um hier zu Arbeiten – haben Sie bemerkt, das ist längst vorbei, die kommen nicht mehr, weil sie in Europa lukrativere Arbeitsplätze finden als bei uns.)
Die “letzte” Statistik aus der europäischen Währungszone:

Die deutschen Arbeitnehmer liegen mit Jahresbruttolöhnen von durchschnittlich 33.304 Euro auf dem achten Rang im Mittelfeld mit den uns nachfolgenden italienischen Arbeitnehmern und einem durchschnittlichen Jahresbruttolohn in Höhe von 26.355 Euro, sowie die spanischen Arbeitnehmer mit 25.735 Euro.
Das Krisenland Griechenland fiel in der Lohnstatistik zurück von Rang zwölf (12.669 Euro) auf Rang 15 mit 16.133 Euro. Danach folgen Länder wie Lettland (12.459 Euro), der Slowakei (12.277 Euro) und in Litauen (11.136 Euro).
Obwohl KEIN Land, dank der außerordentlichen Fähigkeit unser Kanzlerin, wirtschaflich BESSER durch die Eurokrise geführt wurde, als Deutschland wagen es doch Länder wie Frankreich (34.200 Euro), den Niederlanden (36.100 Euro), Österreich (37.049 Euro). Finnland (38.244 Euro ), Belgien (39.390 Euro) und Irland (40.144 Euro) mit ihren Durchschnitts-Jahresbruttolöhne VOR uns zu liegen, obwohl die doch gar keine brummenden Weltmeister sind, schon gar nicht in “dem allerwichtigsten” (wie man uns fortwährend einbleut) Export!

Den Vogel schiesst, wie immer, Luxemburg, mit mit 57.270 Euro – fast DOPPELT SO VIEL wie hierzulande ab, das Mini-Fürstentum, fast ohne jegliche nenneswerte Industrie!

Die Einkommen allein sagen noch nicht alles aus, in das Verhältnis gesetzt mit der Kaufkraft und dem Vermögen pro Haushalt wird das Dilemma erst richtig deutlich:

 

Laufend Weltmeister werden zu müssen scheint also NICHT der Schlüssel zur “Glückseeligkeit” zu sein, vielmehr dient dieses dauernde “Erfolgsgeschrei” dem von den alten Römern geklaute Volks-Beruhigungs-Rezept : “Panem et circensis – Brot und Spiele”!
Schon lange wird von der EU und jetzt auch noch vom “durchgeknallten” amerikanischen Präsidenten, Trump, GEFORDERT, Deutschland MÜSSE seine Handelsbilanz endlich dringend ins Gleichgewicht bringen, mit HÖHEREN Löhnen für die Arbeitenden, um höhere Import- und Binnennachfrage anzukurbeln bei WENIGER Exporten, sonst sind Regulierungen, wie “Strafzölle” auf deutsche Exporte unausweislich! Das ist KEIN vom Trump maßlos, vom Zaun gebrochener Handelskrieg, wie man den Deutschen weismachen will, sondern die Folge FALSCHER Handelspolitik und Benachteiligung durch Vorenthalt des VERDIENTEN Lohnes deutscher Arbeitnehmer, denen RIESIGE GEWINNE deutscher Unternehmen wenig nützen, weil zusätzlich ihre Arbeit und ihr Lohn auch noch unverhältnismässig HÖHER besteuert wird – angeblich um die Wirtschaft schonen zu müssen weil sie sonst unweigerlich abwandere, zum Beispiel in die Welt-Wirtschafts-Oase Timbuktu, auch wenn in Nachbarländern die Arbeitgeberbelastungen bei den Sozialabgaben höher sind!

 

“Die Linke” will Öffentlichen Nahverkehr zum 0 – Tarif

26. März 2018 Deutscher Bundestag: Linksfraktion will Nulltarif im ÖPNV

Berlin: (hib/HAU) Die Fraktion Die Linke spricht sich dafür aus, den Nulltarif im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) schrittweise einzuführen. In einem Antrag (19/1359) wird von der Bundesregierung gefordert, den zwanzig Städten mit der stärksten Überschreitung der Stickoxidgrenzwerte anzubieten, die Kosten für die sofortige Halbierung aller Fahrpreise für die Nutzung des ÖPNV zu übernehmen. Diese Modellprojekte müssten wissenschaftlich begleitet und eine erste Evaluation dem Bundestag noch im Jahr 2020 vorgelegt werden, heißt es in der Vorlage.

Bis zum 1. Januar 2019 soll die Bundesregierung nach den Vorstellungen der Linksfraktion ein Konzept zur bundesweiten Einführung eines Nulltarifs im ÖPNV vorlegen. Dabei sollten die Städte eine Bundesförderung von 90 Prozent erhalten. Das Konzept müsse auch einen Finanzierungsplan umfassen, der Maßnahmen zur Gegenfinanzierung beinhaltet. Dazu sollen laut dem Antrag eine Nahverkehrsabgabe für Unternehmen mit zehn Beschäftigten oder mehr gehören ebenso wie die Abschaffung der Vergünstigung für Dieselkraftstoff bei der Energiesteuer mit Angleichung der Kfz-Steuer für Diesel- und Benzin-Pkw. Benötigt werde auch eine Reform der Dienstwagenbesteuerung, die Zahlung der Mehrwertsteuer auch im internationalen Luftverkehr und die konsequente Verfolgung der Rechtsverstöße bei Diesel-Pkw “einschließlich der Verhängung von Sanktionszahlungen”.

Neben dem kostenlosen ÖPNV nimmt die Linksfraktion auch den Fuß- und Fahrradverkehr in den Blick. So müsse den Kommunen durch Aufstockung der Mittel für den Fahrradverkehr auf mindestens 300 Millionen Euro im Jahr der weitere Ausbau der Fahrradinfrastruktur und insbesondere der Ausbau von Fahrradschnellwegen ermöglicht werden. Die gleiche Summe solle für ein Programm zur Umsetzung von Fußverkehrs-Strategien im Interesse des Ausbaus der Infrastruktur für den Fußverkehr zur Verfügung gestellt werden.

Zur Begründung ihrer Initiative verweist die Linksfraktion darauf, dass der Nulltarif im ÖPNV eine “exzellente Möglichkeit” darstelle, um mehr Menschen zur Nutzung des ÖPNV anstatt des eigenen Autos zu bewegen. Insofern sei er eine effektive Gegenmaßnahme für das Problem der hohen Luftverschmutzung in den Städten, für das Problem der Belastung und geringen Aufenthaltsqualität in Städten durch zu viele Autos, aber auch für den viel zu hohen Ausstoß klimaschädlicher Gase im Verkehrssektor, heißt es in dem Antrag.

Wie die Abgeordneten schreiben, “gab und gibt es bereits mehrere Versuche mit einem Nulltarif im ÖPNV”. So hätten die Städte Templin und Lübben deutliche Zuwächse der Fahrgastzahlen verzeichnet, nachdem in den 1990er Jahren der Nulltarif für den lokalen Busverkehr eingeführt worden sei. Trotz des enormen Erfolges habe der Nulltarif aber wieder eingeschränkt werden müssen, heißt es in der Vorlage. Grund dafür sei gewesen, dass die Finanzierung insbesondere in Anbetracht der wachsenden Fahrgastzahlen nicht sichergestellt war. “Dieses Problem wird mit dem hier vorgelegten Konzept jedoch vermieden, da es ein direkt umsetzbares Konzept für die Gegenfinanzierung umfasst”, schreibt die Linksfraktion.