Faktencheck

 

MurmeltierMSAuf dieser Seite werden wir dauerhaft in der Mainstreampresse und in den zahlreichen Talkshows falsch verwendete Begriffe zurecht rücken: 

 

 


 

Das Rentensystem ist ungerecht, nur “DIE ALTEN” Profitieren

 


Staatlicher Zuschuss zur Rentenversicherung:
(laut bildzeitung vom 28. November 2010 zur Zeit 68 Milliarden Euro im Jahr)
der notwendig sei um die Renten noch auszahlen zu können.

RICHTIG IST: Die Regierung/Der Staat “schießt” keinen einzigen Cent in die Rentenversicherung!
Die Regierung lässt über die Rentenversicherung zahlreiche Leistungen auszahlen, für die NIE Beiträge gezahlt wurden! Das sind zum Beispiel staatlich vereinbarte Renten im Ausland, die “staatliche Förderung der Riesterrente”, (die auch BEAMTE erhalten!) Renten für Spätaussiedler oder die Renten für Staatsbedienstete der ehem. DDR (Rente für die Honecker in Chile und die Stasimitarbeiter)

Das sind zur Zeit ca. 80-90 Milliarden Euro an “Versicherungsfremden-Leistungen”!

 

Versicherungsfremde Leistungen  90 Milliarden
“Staatlicher Zuschuss” 68 Milliarden
Fehlbetrag für die Rentenversicherung 22 Milliarden


OrginalQuelleKlick
Die genaueren Zahlen finden Sie in der “Teufeltabelle” der ADG

 

Die Regierung leistet also KEINEN Zuschuss zur Rentenversicherung, IM GEGENTEIL! ca. 20-30 Milliarden im Jahr ENTNIMMT die Regierung dadurch aus der Gesetzlichen Rentenversicherung – über SIEBENHUNDERT-MILLIARDEN bisher insgesamt!!!

 

Eben wiedergefunden, eine ARD-Plusminus Sendung vom 26.11.2014. Veranstaltung der Allianz gegen Altersarmut, aber immer noch hochaktuell!

 


 

Mütterrente:
Die Groko habe eine Mütterrente eingeführt!
RICHTIG IST: Die Groko hat eine schreiende Ungerechtigkeit in der Anrechnung von Erziehungszeiten teilweise / aber immer noch nicht vollständig “abgemildert”!
Vor dieser angeblichen “Mütterrente” wurden für Kinder, die nach 1992 geboren wurden DREI Rentenentgeldspunkte angerechnet / für Kinder die vor 1992 auf die Welt kamen, NUR EIN Punkt!
Dieses “reformierte” die Groko insofern, dass Mütter mit Kindern vor 1992 jetzt 2 Punkte erhalten.
IMMER NOCH UNGERECHT!

Der größte Knüller jedoch ist, da immer riesig davon geschwafelt wird, dieses verhindere ALTERSARMUT, altersarme Mütter, die eine Rente unterhalb der Armutsgrenze beziehen und “aufstocken” müssen, wird der durch den zusätzlichen Rentenpunkt erhöhte Rentenbetrag von dem “Aufstockungsbetrag” ABGEZOGEN!
Wirklich altersarme Mütter erhalten daher KEINEN CENT mehr als ohne “MÜTTERRENTE!!!

 


 

Der Staat habe in 2016 einen Überschuss von 23,7 Milliarden Euro “erwirtschaftet” …

darunter 8,2 Milliarden in den Sozialversicherungen.

RICHTIG IST:
Einnahmen in den Sozialversicherungen hat der Staat nicht erwirtschaftet, dieses sind Beiträge die nur die versicherungspflichtigen Arbeitnehmer in die gesetzlichen Krankenkasse und in die gesetzliche Rentenversicherung für ihre Altersversorgung einzahlten!

 


 

 

Aktuell ein Gastbeitrag:

Vorsorgelüge-Newsletter Nr. 13/2016 vom 28.11.2016
Rentenpläne bringen wenig

Hoffnung und Depression zugleich bleiben zurück nach Andrea Nahles’ Vorstellung ihres Rentenkonzepts. Hoffnung, weil die Ministerin klar machte, dass sie die Gefahr der Altersarmut wirklich ernst nimmt. Depression, weil keine der bereits beschlossenen Maßnahmen geeignet ist, die Armut zu bekämpfen. Als wunden Punkt haben die Rentenexperten schon lange die niedrigen Erwerbsminderungsrenten ausgemacht. 672 Euro gibt es für Neurentner im Schnitt derzeit, also deutlich weniger als Grundsicherung, die Sozialhilfe für Alte und Kranke. Hier soll sich was tun. Gut so, möchte man meinen, doch bitteschön: Wann? Und für wen?
In mehreren Schritten soll bis zum Jahr 2024 (!!!) die sogenannte Zurechnungszeit um drei Jahre steigen. In der Endstufe wird dann so getan, als hätten die Frührentner bis zum Alter 65 mit ihrem bisherigen Durchschnittslohn gearbeitet. Das ist ein Fortschritt, erhöht es doch für viele Betroffene die Rente vermutlich um knapp 100 Euro. Nur eben erst in acht Jahren und nur für Neurentner. Den heute 1,8 Millionen Erwerbsminderungsrentnern bringt die Neuregelung nichts. Sie behalten ihre Hungerrenten.
Auch die Ost-West-Angleichung bekämpft die Armut nicht. Profitieren werden Ostdeutsche, die bereits heute Rente beziehen. Sie bekommen im Jahre 2025, denn auch diese Reform erfolgt in mehreren Schritten, endlich denselben Rentenwert wie die Westdeutschen. Begünstigt werden damit Rentner, die noch über vergleichweise viele Versicherungsjahre verfügen und deren Einkommen in der Vergangenheit für die Rentenberechnung aufgewertet wurden. Verlierer sind die jungen ostdeutschen Beschäftigten. Sie verlieren genau diese Aufwertung nun stufenweise. Besonders schlimm sind aber die Reformen im Bereich der privaten Altersvorsorge: Die gescheiterte Riester-Rente soll mit noch höheren Zulagen gefördert werden. Und die private Vorsorge über den Betrieb, fälschlicherweise als Betriebsrente etikettiert, soll weiter ausgebaut werden. Dass dies den Sozialkassen (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung) erhebliche Beitragsverluste beschert als auch den späteren Rentnern die gesetzliche Renten kürzt, interessiert in der Politik offenbar niemanden. Doch mit aller Macht sollen sogenannte „Betriebsrenten“ in Form der Entgeltumwandlung und Riester-Renten weiter gefördert werden. Deshalb soll ein Extra-Freibetrag beim Bezug von Grundsicherung eingeführt werden. Riester-Renten und Betriebsrenten sollen dann weniger stark mit dem Bezug von Grundsicherungsleistungen aufgerechnet werden. Damit werden die schlechten Produkte der Lebensversicherungskonzerne, denn die machen das Gros des Betriebsrenten- und Riester-Geschäfts aus, gegenüber anderen Formen der Altersvorsorge privilegiert. Wer hat sich so was bloß ausgedacht?

Gerne stehen wir für vertiefende Interviews und als Referenten zur Verfügung.

Holger Balodis/Dagmar Hühne
www.vorsorgeluege.de
info@vorsorgeluege.de
0221-461527 und 466590