Bilanz der Wahlen in Berlin 2017

Kleine Bilanz der Wahl in Berlin am vergangenen Sonntag

von Ursula Biermann – Bundesvorsitzende der ELSA-EU.de

Erfreulich die gewachsene Teilnahme der Berliner an den Wahlen, und recht positiv die neuen Abstufungen der „großen“ Parteien. Ich persönlich wäre mit dem Umfang der diesmaligen Wählerschaft schon recht zufrieden (das ja offensichtlich immer noch nicht so richtig klappt).

Nun ja: Nicht zu sehen waren die RENTNER-Parteien. Das ist nicht nur neu, sondern normal! Ich habe es Ihnen allen schon vor Jahren prophezeit und vorgerechnet: ES WIRD NICHTS! Und wenn unsere Ideen noch so grandios sind – weil wir Alten eigentlich schon lange wissen, was geht und was nicht geht – WIR SOLLTEN NICHT NUR „AN EINEM STRANG ZIEHEN“: WIR MÜSSEN UNS AUCH NICHT SCHÄMEN, DASS WIR ARM SIND, DENN WIR HABEN UNSERE ZERBOMBTEN STÄDTE SELBST WIEDER AUFGEBAUT!!!

Und wer ARM ist in diesem rottenen JAHRHUNDERT, hat keine Chance auf finanzielle Hilfe, um für unser Land einzutreten, zu retten, was noch deutsch ist an unserer Heimat: unsere Kultur, Wissenschaft, unsere Moral (ich meine damit unsere wirkliche, erzogene Moral), die Rechtschaffenheit unserer Vorfahren und Ehrlichkeit unserer Eltern, ihren Tod. Die angemaßte Schleimigkeit unserer heutigen politischen Führung, die sich im ABSAHNEBECKEN ungeniert nach Gendermanier ihren Fettwanst pflegen, gehören längst dahin, wo sie nur noch rülpsen können.

NIEMAND! Wirklich NIEMAND wird Euch Spenden zur Verfügung stellen, um Eure Ideen verbereiten zu können! Nun ist es in diesem Zusammenhang ja leider des Öfteren genug vorgekommen, das Bisschen Kröte, das angekommen ist, bis zum letzten Heller zu veruntreuen. (Endlich hat diese Blase das offizielle Handtuch geschmissen).

Wenn ich heute versuche, Euch anzusprechen, Euch ins Gewissen zu reden, dann ist es eigentlich vergebliche Liebesmüh. DENN: Im kommenden Jahr steht dasselbe vor der Tür: nämlich die gesamte Republik wird uns die selben Parteien zur Bundeswahl 2017 präsentieren und uns kaum fragen, „wie hättet ihr’s denn diesmal gerne?“

Ich denke, wir sollten uns mal überlegen, wie es nächstes Jahr um diese Zeit in unserem Land bestellt sein könnte! Dafür tragen wir alle die Verantwortung! Es ist nicht hinnehmbar, dass die Alten und Rentner die Lücke des großen Mankos der Wählerschaft ausmacht! AUCH WIR ALTEN SIND BÜRGER DIESER STADT UND DIESES LANDES! UND WÄHLEN IST BÜRGERPFLICHT!! Denn wir Alten sind verantwortlich für das Wohl unserer Kinder und Enkelkinder! Was wir falsch machen, müssen unsere Nachkommen ausbaden!

Setzt Euch ruhig mal hin in Euren Lehnstuhl und überlegt, was diese Wahl für Euch und Eure Kinder bedeutet. Wie sieht es mit den Wegen zur Schule, zum Kindergarten aus? Zur Arbeit Eurer Eltern? Und wir Alten? Sollen wir uns Rollschuhe kaufen, um noch beweglich sein zu können? Ihr habt jetzt ein Jahr Zeit, um zu begreifen, was sich in Eurem Kiez, in Eurem Dorf verändert hat. Die Urbanisation wird immer umfangreicher, die Städte größer, die Wege länger! Man kann sich beispielsweise fragen, sollen die Autos aus der Stadt verschwinden, sollen die Fahrräder die Straßen beherrschen? Oder nur die Fußgänger?

Jeder von uns – wie alt, wie gebrechlich wir auch werden oder schon sind: Leute, das Leben ist noch nicht zu Ende! Ihr habt noch eine Schuldigkeit gegenüber Euren Kindern, Euren Enkelkindern! Also: Macht Euch mal Gedanken, wie´s weitergehen soll! Ihr habt Kinder, Ihr habt Enkel! Ihr könnt möglicherweise nicht mehr so richtig aus dem Bett kommen, und ich verstehe, wie schwer das Unterfangen ist, in die Pantoffeln zu kommen; aber Sie können nach Hilfe klingeln, um ein Kreuzchen auf einem Zettel anzukreuzen, den die freundliche Krankenschwester Ihnen vor die Nase hält. Mehr verlangt unser Land nicht von uns! Euer Kreuzchen geht nicht verloren, dafür sorgen alle die Menschen, die sich liebevoll um Euch kümmern. Solange wir noch leben, sind wir unserem Land Gerechtigkeit schuldig!

Und solange noch jemand in der Lage ist, sich – nur als Beispiel – den Spaß einer Weltumrundung leisten kann, der kann sich auch leisten, den fleißigen Senioren Spenden zukommen zu lassen, damit sie ihren Kampf um Mitsprache hinsichtlich dessen, was aus unserem Land werden könnte, versuchen können, dem Vaterland ehrenvolle Wende der derzeitigen Situation zu präsentieren! Denn die Altvorderen, die gestandenen Bürgerinnen und Bürger von Einst haben eine ganz andere Sicht der Dinge, weil sie aus der Vergangenheit lesen, gelernt und verstanden haben, welche Richtung eine der besseren ist.

MACHT´S BESSER, LANDSLEUTE!

Ihr habt noch EIN JAHR ZUM NACHDENKEN!

© ub