Das geht auch in Deutschland!

Arme Rentner – reiche Rentner

Immer mehr Deutsche fürchten sich vor Armut im Alter.

Immer mehr deutsche Senioren verarmen. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wird bald jede fünfte deutsche Rentnerin / bzw. Rentner von Altersarmut bedroht sein. Hauptsächlich betroffen: Menschen, die zeitweise wegen Krankheit, Arbeitslosigkeit oder der Erziehung ihrer Kinder nicht in die Rentenversicherung einzahlen konnten – aber auch Niedrigverdiener, die viele Jahrzehnte gearbeitet haben.

Doch dagegen kann die Politik etwas tun!

In den Niederlanden und in Österreich, zwei unserer direkten Nachbarländern, geht es den Rentnern besser.
Diese Länder sind nicht etwa reicher als die Bundesrepublik Deutschland.
Diese Länder haben auch keine größere Wirtschaftskraft als die Bundesrepublik Deutschland.
Diese Länder sind mit unserer Bevölkerungsstruktur und Altersdemographie durchaus vergleichbar.
Was machen diese Länder anders?

In Österreich und in den Niederlanden zahlen ALLE in eine Renten/Pensionsversicherung/Bürgerversicherung

Die Altersversorgung in Österreich und den Niederlanden wird allgemein als Pension bezeichnet. Nur in Deutschland unterscheidet man infolge der aberwitzigen, beitragsfreien Altersversorgung von Beamten und Berufspolitikern zwischen Pension und Rente!

In Österreich und den Niederlanden zahlen ALLE Erwerbstätigen, AUCH die Beamten – OHNE Beitragsbemessungsgrenze, also ALLE von Allem in die Bürgerversicherungen.
Dabei ist der Beitrag für den Arbeitnehmer beispielsweise in Österreich NICHT wesentlich höher, wie allgemein immer wieder fälschlich behauptet wird – 10,25% gegenüber 9,35% in Deutschland!
Die Arbeitgeber beteiligen sich jedoch mehr mit einem Beitragssatz von 12% gegenüber 9,35% in der BRD.

Im Schnitt hat jeder „Pensionär“ dafür dort dann auch 500 Euro mehr als in Deutschland – OHNE Riester und OHNE Pseudo-Betriebsrente.

Die Niederländer können mit ihrem „Capuchino-Modell“ auch noch privat vorsorgen und erhalten von ihrem Arbeitgeber eine Betriebsrente. 

Aus diesen Gründen kennen die Senioren in den Niederlanden und in Österreich die Probleme ihrer deutschen Nachbarn nicht.

Grundrente/Mindestrente/Mindestpension in den Niederlanden und in Österreich

Dadurch kann es in den Niederlanden sogar vorkommen, dass Arbeitnehmer mit geringen Verdiensten/ungenügender Arbeitsbiographie, im Ruhestand mehr Geld zur Verfügung haben als früher.  Als Basis erhält jeder, der mindestens 50 Jahre lang in Holland gelebt hat, eine Grundpension von 1098 Euro.
In Österreich bekommen die Senioren 1009 Euro Mindestpension – und das 14-mal im Jahr.

Die vier wesentlichsten Unterschiede in den Altersversorgungssystemen in der Bundesrepublik Deutschland und in unseren beiden Nachbarländern den Niederlanden und Österreich liegen aber darin:

  • In den Niederlanden und Österreich gibt es keine berufsständischen Sondersysteme und/oder staatlich finanzierte Pensionen – ALLE zahlen in EINE Bürgerversicherung.

  • Alle Versicherten zahlen den gleichen Prozentsatz als Beitrag vom gesamten Einkommen – OHNE Beitragsbemessungsgrenze / Obergrenze.

  • Die ausgezahlte Pension ist bis zu einer bestimmten Grenze von den Beiträgen abhängig – Es besteht eine Obergrenze für die Pension.

  • Auch die in Deutschland pensionsbegünstigten Abgeordneten, Politiker und Berufspolitiker zahlen in die selbe BÜRGERversicherung und erhalten daraus ihre spätere Altersversorgung!
    Nur wenn auch diejenigen, die über das Altersversorgungssystem entscheiden/bestimmen in dieses System auch selbst mit eingebunden sind, werden alle Beteiligten auch um das bestmöglichste System bemüht sein und dafür sorgen, dass es in einem guten Zustand bleibt und wenn möglich
    verbessert wird.
    Nur allein in Deutschland bestimmen beitragslos komfortabel altersversorgte Politiker und Beamte, die NICHTS mit dem Rentensystem der unselbstständigen Arbeitnehmer zu tun haben und zu tun haben wollen!
    Das ist ein völlig ungesunder, unlogischer und unhaltbarer Zustand!

In den Niederlanden und in Österreich muss sich jeder nach seinen Leistungsmöglichkeiten an der Finanzierung der Pensionen beteiligen. Dadurch steht das System auf einer wesentlich breiteren Finanzierungsbasis und erlaubt auch durch die Obergrenze solidarische Mindestpensionen für die Leistungsschwächeren.
Nur in Deutschland gibt es viele Ausnahmen in Form von ständischen Rentenversicherungen und Pensionen! Nur ca. 30% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind noch in der Gesetzlichen Rentenversicherung versichert, die auch noch ganz alleine viele “Versicherungsfremde Leistungen” / Sozialleistungen tragen müssen, an den sich die Beamten und Selbstständigen NICHT beteiligen!

Lassen Sie sich zukünftig von deutschen Politikern und so genannten “Experten” nicht mehr mit Krampfargumenten, “diese Länder wären mit Deutschland nicht vergleichbar”, oder “diese Länder hätten eine völlig andere Altersdemographie”, oder “diese Systeme wären nicht Atersdemographiefest” oder “Ein solches System bei uns einzuführen dauere zu lange”, oder “die Beiträge in diesen Ländern sind ja wesentlich höher”,  frech belügen und hinter’s Licht führen!

Die Niederlande und Österreich zeigen überdeutlich: Es gibt einen Weg aus der Armutsfalle für Rentner, einen Weg, von dem deutsche Politiker endlich lernenen MÜSSEN!

EISA-Forderung-Altersruhegeld_20170808
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