Es ist leichter die Menschen zu täuschen …

Die Tastatur ist noch warm vom Tippen des Faktenchecks “Es gibt KEINE staatliche Rente…”, da verbreiten die willfährigen Medien, der  VDK und einige weitere Verbände schon wieder diese Volksverdummung!

Obwohl der offizielle Sozialbericht 2016 der Bundesregierung die Tatsachen noch einiger Maßen auseinanderhält …

Beitragseinnahmen sind das Hauptfinanzierungsinstrument der Sozialversicherungszweige (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung).
Sozialleistungen außerhalb dieser Systeme werden überwiegend aus Steuermitteln finanziert … Entsprechend dem Gewicht der Sozialversicherung im sozialen Sicherungsgefüge stellen die Beiträge damit auch für das Sozialbudget insgesamt die dominierende Finanzierungsart dar: Die Einnahmen aus Sozialbeiträgen betragen 2016 rd. 626,3 Mrd. Euro, dies entspricht einem Finanzierungsanteil von rd. 64,6 %. Der Finanzierungsanteil der Zuschüsse des Staates ist mit rd. 33,7 % deutlich geringer.”

… wird in den Revolver-Medien und den Verbänden die Volksverdummung liebevoll gepflegt, der Staat werde vorwiegend durch die explodierenden Ausgaben in der Rente/Alters- und der Gesundheitsversorgung nicht mehr zumutbar belastet!

Frankfurter Rundschau:
… “In Euro ausgedrückt sind die Zahlen beeindruckend: 1991 gab der deutsche Staat (umgerechnet) lediglich 400 Milliarden Euro für Soziales aus, im Jahr 2000 waren es rund 600, und 2021 soll die 1000-Milliarden-Grenze geknackt werden.” …

… “Größter Brocken bei den Sozialversicherungen ist die Rente, für die im vergangenen Jahr laut Sozialbericht 294 Milliarden Euro ausgegeben wurden. Die Krankenversicherung machte weitere 221 Milliarden aus, Pensionen und Beihilfen rund 74 Milliarden. Dazu kommen Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.” …

… “Der Anstieg des Sozialaufwands erklärt sich zum einen durch die Alterung – mehr Menschen beziehen Rente, gleichzeitig steigen die Ausgaben des Gesundheitssystems. In jüngster Zeit wurden zudem die Leistungen der Krankenversicherung ausgeweitet, dazu kommen die Neuregelung in der Pflegeversicherung, die Rentenanpassung Mitte 2016 und Hilfen für Geflüchtete.” …

…” Da sich der deutsche Sozialstaat vor allem aus Lohnanteilen finanziert, sehen die Unternehmervertreter den Anstieg allerdings kritisch. In der vergangenen Woche warnte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vor rapide steigenden Sozialabgaben. Eine langfristige Ausweitung würde Arbeit verteuern und so zu massiven Jobverlusten führen, so die BDA.” …

… “Würden Ausgaben reduziert, müssten die Menschen die Leistungen stärker privat finanzieren, erklärte die Bundes Arbeitsministerin (SPD). Zudem sei es „einseitig, die Sozialleistungen nur als Kostenfaktor zu sehen“. So seien die Bereiche Gesundheit und Pflege bedeutende Wirtschaftsfaktoren, die der Sozialstaat finanziere.” …

n-TV:
“Der deutsche Staat gibt zuletzt mehr als 900 Milliarden Euro für Sozialleistungen aus. Vor allem steigende Ausgaben in der Renten- und Krankenversicherung und für Pensionen treiben die Sozialausgaben in Deutschland in die Höhe. Die Ausgaben für Sozialleistungen könnten laut “Handelsblatt” bis Ende kommender Legislaturperiode die Billionengrenze überschreiten und dann bei 1,1 Billionen Euro liegen.”

Die Zeit:
“Deutschland hat 2016 trotz niedriger Arbeitslosigkeit 918 Milliarden Euro für Sozialausgaben ausgegeben. Die Ausgaben stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent und machen mittlerweile 29,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, heißt es in dem Sozialbericht 2017 von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD). Somit gibt Deutschland fast ein Drittel seiner Wirtschaftsleistung für Sozialtransfers wie Alterssicherung, Sozialhilfe, Kindergeld oder Grundsicherung aus. Vor allem die Pensionen, Renten- und Krankenversicherungen kosten mehr Geld.”

 

Auch andere Trittbrettfahrer springen bereitwillig auf diese fakenews auf um Angst und Schrecken zu verbreiten – so der Arbeitgeberverband:

Der Arbeitgeberverband BDA hatte in der vergangenen Woche gewarnt,
“dass die steigenden Sozialabgaben die Arbeitgeber stärker belasteten.
Dadurch könnten Arbeitsplätze verloren gehen. Der Verband hatte gefordert, dass die Sozialbeiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen nicht mehr als 40 Prozent der Bruttoarbeitslohnkosten ausmachen. Derzeit liege dieser Wert bei 39,95 Prozent.”