1000 mal berührt … Nix passiert

 

“Wir empfehlen daher den vielen Einzelkämpfern, die zu Hause vor ihrem Computer eine Homepage betreiben, die Inhalte an viele Gleichgesinnte versenden um sich gegenseitig das zu bestätigen was schon lange bekannt ist, in einen der aktiven Vereine einzutreten.”

Diese Absage erhielten wir vor Kurzem von einer “wichtigen Vertretung” der Rentnerinnen und Rentner, die vorgeben sich bevorzugt um “Altersarmut” zu kümmern, auf unser Angebot der Unterstützung nach Kräften und unserer Mitarbeit.

Wir haben einmal den “Rentnerbestand” in der Bundesrepublik der letzten Jahre herangezogen und errechneten einen Zuwachs an Rentnern jedem Tag von grob gerechnet 400 Menschen!

Im Jahr sind das ungefähr 150.000 und in drei Jahren 450.000.

Beim “Bestand” an Rentnern sind noch nicht diejenigen abgerechnet die in dieser Zeit verstarben.

Also können wir eigentlich von noch mehr Neurentner sprechen.

 

450.000 Rentnern ist möglicherweise die nachfolgende “Dokumentation” aus dem Jahre 2013 eben NICHT bekannt. Wir meinen, entgegen der Auffassung der oben erwähnten angeblichen Initiative gegen die Altersarmut, man kann nachfolgendes Video nicht oft genug veröffentlichen!

 

 

Altersvorsorge ohne Skrupel

 

Ob staatlich geförderte Riester- und Rürup-Rente oder Pensionsfonds – für alle gilt: Versicherungen und Banken legen dort an, wo sichere und hohe Renditen zu erwarten sind.

Deutsche Rentner und Pensionäre werden unbewusst gezwungen, von Umweltzerstörung, Kinderarbeit und Streumunition profitieren, und der Staat, der Finanzminister Schäuble weiß davon! Anstelle diesen Skandal zu verbieten, unterstützt er durch Erleichterungen diese Missstände.

Fühlen Sie sich nach dieser Information und der Erkenntnis, dass Sie mindestens 98 Jahre alt werden müssen um von Ihrem Riestersparvertrag zur “Privaten Altersversorgung” einen Vorteil zu haben, immer noch “GUT” versorgt?

 

 

Generationsgerechtigkeit

Ein Gastbeitrag von Holger Balodis / Dagmar Hühne
www.vorsorgeluege.de

 

Dummes Gerede von der Generationengerechtigkeit

Die Taktik ist durchschaubar: Gerne hetzen interessierte Kreise die junge Generation gegen die alte auf, um notwendige Reformen abzuwehren.
So behauptet Finanzstaatssekretär Jens Spahn (CDU), dass die Stabilisierung des gegenwärtigen Rentenniveaus Unsummen koste, die den jungen Beitragszahlern nicht zumutbar seien. Verbesserungen der Rente verbieten sich da angeblich von selbst.

Dabei gibt es gute Lösungen, um drastische Beitragserhöhungen zu vermeiden: Erweiterung des Versichertenkreises um Beamte und Selbstständige, Erhöhung des Bundeszuschusses, Wegfall oder Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze.

Aber so etwas sagt natürlich weder Herr Spahn noch ein anderes Mitglied der Bundesregierung. Denn das würde nur allzu deutlich machen: Der wahre Konflikt spielt sich zwischen reich und arm ab, nicht zwischen jung und alt. Die notwendigen Maßnahmen betreffen nämlich Besserverdiener oder bislang privilegierte Gruppen. An die will man nicht ran. Stattdessen spannt man lieber die jungen Arbeitnehmer vor den Karren, will sie mit dem dummen Gerede von der Generationengerechtigkeit aufwiegeln.

Eine fiese Tour, die auf dem Mist der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gewachsen ist. Wenn man weiß, dass hinter der INSM die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie stehen, wird die Interessenlage klar: Keinesfalls sollen die Arbeitgeberbeiträge steigen. Keinesfalls sollen sich Vermögende und Besserverdiener an der Stabilisierung des Rentensystems beteiligen. Keinesfalls soll die private Vorsorge wie die Riester-Rente oder Pseudo-Betriebsrenten wie die „Metallrente“ auf den Prüfstand. Lieber fährt man die gesetzliche Rente weiter gegen die Wand – unter der Flagge der Generationengerechtigkeit.

Dabei ist klar, Verbesserungen in der Rente nutzen beiden: den Alten früher, den Jungen später. Die finanziellen Spielräume dafür sind vorhanden. Und noch etwas: 72 Prozent der Jungen würden moderate Beitragserhöhungen heute gerne zahlen, wenn sie morgen dafür eine ordentliche Rente bekämen (TNS Infratest-Umfrage unter 18 bis 34-jährigen vom März 2016).

 

Anmerkung: Mit nicht einmal EIN Prozent mehr Beitrag für die Jungen / die noch arbeitende Generation kann man nach dem hochmodernen, fortschrittlich sozialem Renten-/Pensionssystem aus ÖSTERREICH dieses SOFORT erreichen.

Unsere Nachbarn

 

Unsere südlichen Nachbarn in der EU haben weder Ölquellen, Goldminen noch unerschöpfliche Gasquellen aus denen sie unermessliche Reichtümer schöpfen könnten. Sie haben aber eine starke Vertretung der Senioren und offenbar kluge Politiker!

Es wird höchste Zeit für unsere Sozialministerin eine Dienst- und Bildungsreise in’s nahe Wien anzutreten bevor sie das Altersruhegeld der abhängig Beschäftigten hierzulande mit der nächsten “Verschlimmbesserung” weiter verunstaltet!

Es sollte mit diesem Nachhilfeunterricht in Österreich sogar auch ihr möglich sein schnellstmöglich eine echte Reform in Deutschland nach diesem Vorbild hinzubekommen!

ELSA-Forderung-Altersruhegeld

 

Download (PDF, Unknown)

 

Kann das wahr sein?

 

Dieses bemerkenswerte, hoffnungerweckende Statement findet man an einem Positionspapier
einer namhaften “Aktionsgemeinschaft”, auf deren Homepage im Internet auch noch folgende Aussage zu finden ist:

“Partnerschaft

Die XXX pflegt Partnerschaften mit Gruppierungen, Verbände und Parteien, die sich auch mit den Themen der XXX beschäftigen und die Ziele der XXX unterstützen.”


Die nächste Wahl zum Deutschen Bundestag rückt näher.

  • Die abhängig beschäftigten Arbeitnehmerinnen / Arbeitnehmer und die Rentnerinnen und Rentner  haben immer noch keine schlagkräftige Interessenvertretung.
  • Etwa 120 Gruppierungen, Vereine, Aktionsgemeinschaften und Kleinstparteien mühen sich unkoordiniert.
  • Hier scheint eine seit zwanzig Jahren bestehende Aktionsgemeinschaft die Initiative zur “Bündelung der Kräfte” zu ergreifen.

 

DA MACHEN WIR MIT!!!

Gesagt, getan.

  1. In mehreren Telefonaten den Koordinator ausfindig gemacht.
  2. Telefongespräch mit dem Koordinator geführt (schien erfolgsversprechend)
  3. “Bewerbungsunterlagen” mir Erklärungen und Links verfasst und per email an den Koordinator

Auszug:

Hallo Herr XXXX

wie besprochen einige Infos über uns:

Wir sind eine “Gruppe” – 6 Personen
aus der ehemaligen Rentnerinnen- und Rentner Partei RRP.

Da schon damals auch in der Programmatik der Partei sehr stark involviert,
sind wir auch nach dem (leider) unrühmlichen Ende dieser Partei
dieser Thematik weiter verhaftet!
Wenn man sich einmal stark engagierte dann bleibt man auch irgendwie weiter dabei.

Zur Zeit betreiben zwei Mitglieder unserer Gruppe zwei Homepages
und weitere facebook-Seiten:

Es sind dieses die Homepage:

ELSA Europäische Liga Sozialer Angelegenheiten

und

Berliner – Spitzen

Wobei wir bemüht sind, soziale Themen wie Rente, Gesundheit und Bildung
auf “ELSA” und allgemeinpolitische Themen und mancheinmal auch satirisches
auf den “Berliner-Spitzen” unterzubringen.

Auf den “Berliner-Spitzen” sammeln wir alle uns bisher “bekannten”
Websites und facebook-Auftritte : http://www.berliner-spitzen.de/das-buendnis/

mit denen wir auch teilweise in Kontakt stehen!

Ein thematisch/programmatisch engeres Bündnis mit intensiverer
Zusammenarbeit in Auftritten im Internet
würden wir begrüßen und nach Kräften unterstützen!

Gruß aus Hamburg

YYYYYY

 

Antwort des “Koordinators” (Auszug)

Sehr geehrter Herr YYYYYY,

vielen Dank für Ihre Informationen. Ich habe Ihren Vorschlag in unserem NNN Team besprochen und
möchte Ihnen dazu folgende Aussage mitteilen:

NNN ist ein Zusammenschluss von Organisationen und Vereinen um die BTW 2017 mit unseren
gemeinsamen Zielen aktiv zu begleiten.

Da unsere Aktionen auch mit Kosten verbunden sind ( Flyer, Anzeigen, Demos usw. ) wenden wir uns an Gruppierungen die auch über Mitgliedsbeiträge verfügen, und sich finanziell beteiligen können.

Wir empfehlen daher den vielen Einzelkämpfern, die zu Hause vor ihrem Computer eine Homepage betreiben, die Inhalte an viele Gleichgesinnte versenden um sich gegenseitig das zu bestätigen was schon lange bekannt ist, in einen der aktiven Vereine einzutreten.

Mit dem großen Teil der Einzelkämpfer haben wir „MMM e.V.“ schon Kontakt aufgenommen und mussten feststellen, dass die gar nicht teamfähig sind. Z.B.

rentenreform-alternative.de, koehler-aurich.eu, solid-rentner.de, nachdenkseiten.de, 

nachdenkerforum.de, ohrwurm.net, rentenrebell.wordpress.com ,patient-informiertsich.de,
rentneronline.de,  generationengerechtigkeit.de, rmb-ffm.de, vorsorgeluege.de,
klartext-info.de, katholikenrat-speyer.de, rentenvotum.de, rentenfairness.de

u.s.w.

Mit dieser Aussage wollen wir keinesfalls die Bemühungen vieler Einzelkämpfer und Kleingruppen negativ bewerten, aber mit Bündelung der Kräfte hat das nicht sehr viel zu tun, und wird die Politik nicht beeindrucken.

Bitte überlegen Sie sich, ob sie mit Ihren 6 Mitstreitern nicht in einen der NNN Vereine eintreten wollen.

Mit freundlichem Gruß

XXXX

 

 

Wünschen wir dem “NNN-Team”  und vor Allem deren vorrangigen Bemühungen recht viel
“Mitgliederbeiträge
einzukassieren”,
was ja auch schon bei den grauen Panthern, der RRP und der Rentnerpartei Deutschland
zu unvergleichlich strahlenden Erfolgen für die von Altersarmut betroffenen und bedrohten Rentnerinnen und Rentnern führte,
den erwünschten und erstrebten Erfolg!

Das “NNN-Team” führt in seinem echten Namen “…GEGEN “Altersarmut”.

 

Unbelehrbar

 

SchuleMSDie PISA – Studien (Programme for International Student Assessment / Programm zur internationalen Schülerbewertung) werden nun seit dem Jahre 2000 in dreijährlichem Turnus in den meisten Mitgliedstaaten der OECD und einer zunehmenden Anzahl von Partnerstaaten durchgeführt.
Seit der ersten Studie, die das Ergebnis “Erschreckend schlecht” für Deutschland ergab, hat sich trotz vielfacher Bekundungen seitens den Regierenden, “sofort etwas unternehmen zu wollen, nicht viel getan! Das letzte Ergebnis, veröffentlicht vor ein paar Tagen: “Nicht mehr ganz so schlimm”
Bei Pisa sind Spitzenreiter wie Singapur, Japan, Finnland, Kanada oder Korea den Deutschen bis heute in sämtlichen Kompetenzbereichen voraus. Deutschland befindet sich aber in etwa gleichauf mit Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz – wie tröstlich!
Dabei ist es auch hier wieder so einfach, Finnland macht es uns seit Anbeginn der Studien,
als ewiger Spitzenreiter in Europa vor!

Einem Medienbericht zufolge kann das Bundeskriminalamt (BKA) viele Stellen nicht besetzen, weil die Bewerber am Deutschtest scheitern.
Wie der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sollten von den 317 Stellen, die in diesem Jahr neu geschaffen wurden, 120 mit Kommissarsanwärtern besetzt werden. Bislang traten aber nur 62 ihre Ausbildung an, was nach Aussage des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK) vor allem am Rechtschreibtest lag.
Dem BDK zufolge, auf den sich der “Spiegel” bezieht, war der Test im Aufnahmeverfahren auch für Bewerber mit Abitur ein Problem. “Die Hürden bei der Aufnahmeprüfung wurden schon in den vergangenen Jahren bei der Polizei in den Ländern und beim Bund gesenkt”, sagte der BDK-Vorsitzende André Schulz dem Nachrichtenmagazin.
Wenn man den Pisa-Vergleich vielleicht noch als statistische Spinnerei abtut, so ist die Meldung aus einer Bundesbehörde härteste Realität!
“Bewerber mit Abitur scheitern am Rechtschreibetest!”
Bundesbürger, lasst euch nicht weiter mit der immer wieder heruntergeleierten Behauptung, “wir hätten das beste Bildungssystem überhaupt” belügen!
man hört auch immer, “Der einzige, wichtige “Rohstoff”, den wir in Deutschland hätten wären “gut” ausgebildete Jungendliche,”
Geht man so mit seinen Ressourcen um?

Oecd216

WIR FORDERN DAHER

 

ELSA-Forderungen-Schulreform

Betrüger

Gastbeitrag von Wolf Osinski

SchäubeGangsterMS

Liebe Leser des Artikels,

hier finden wir eine der Erklärungen, warum Herr Schäuble trotz der 2 Millionen Zuwanderer, Flüchtlinge und sonstiger Kulturbereicherer im letzten und diesem Jahr keine Steuerschulden macht:
Er zapft die Sozialversicherten an und raubt ihnen ihre Rücklagen. Und die Medien schweigen…
Das ist gar nicht clever, sondern Sozialversicherungsbetrug!

Flüchtlingskosten: Die Plünderung der Krankenversicherung

Wenn die Bundesregierung ein Gesetz zur Reform der Psychiatrie beschliesst, darf sie sich eines soliden Desinteresses der Medien sicher sein. So geschehen vor gut zwei Wochen im Bundestag (14.11.2016). Gut versteckt hinter einem sperrigen Titel (“Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen“) ging es allerdings um etwas ganz anderes: Die Ausplünderung der gesetzlichen Krankenversicherung, um die durch die Zuwanderung entstehenden Kosten zu verschleiern

Es wurde beschlossen, dass die medizinische Versorgung von Flüchtlingen aus den Ersparnissen der gesetzlich Krankenversicherten – der sogenannten Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds – bezahlt werden soll. Zu diesem Zweck sollen 1,5 Milliarden Euro aus der Liquiditätsreserve entnommen werden (Mit der Volltextsuche Stichwort „Liquiditätsreserve“ sind in dem Dokument die betreffenden Passagen schnell gefunden). Wörtlich heißt es:

„Den Einnahmen des Gesundheitsfonds werden im Jahr 2017 einmalig 1,5 Milliarden Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zugeführt. Mit diesen Mitteln werden einerseits Mehrbelastungen der gesetzlichen Krankenversicherung aufgrund der gesundheitlichen Versorgung von Asylberechtigten finanziert. Bei erfolgreicher Integration in den Arbeitsmarkt und der damit perspektivisch zu erwarten den Mehreinnahmen handelt es sich dabei um vorübergehende finanzielle Auswirkungen….“

Diese Passage hat es gleich in mehrfacher Weise in sich. Zunächst einmal werden in dreister Art und Weise allein die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen mit einer Aufgabe – nämlich der medizinischen Versorgung von Zugewanderten – belastet, die alle Bürger etwas angeht. Das heißt: Beamte, Selbstständige und Arbeitnehmer mit Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze werden von der solidarischen Finanzierung der durch die Zuwanderung entstehenden Kosten entbunden.

Aus diesem Kreis ist deshalb auch kein öffentlicher Aufschrei zu erwarten. Das Sankt Floriansprinzip gilt wie bei anderen Verteilungskämpfen auch hier: „Heiliger Sankt Florian / Verschon‘ mein Haus / Zünd‘ and’re an“. Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse werden ihre Enteigung aufgrund der klandestinen Vorgehensweise aber wohl erst bemerken, wenn es zu spät ist. Sie haben auch keine lauten Lobbyisten und Interessenvertreter, die für einen medialen Aufschrei sorgen könnten. Ergebnis: Die Schwächsten von denen, “die schon länger hier leben”, zahlen die Zeche.
Keine Versicherung mehr, sondern ein Selbstbedienungsladen

Die Zuwanderung – zumindest in dem Ausmaß, in dem sie erfolgte und weiter erfolgt – ist zumindest teilweise eine Folge staatlichen Handelns, beziehungsweise Nicht-Handelns. Es obliegt dem Staat – und damit allen Steuerzahlern –, für die Kosten aufzukommen. Die medizinische Versorgung von Asylbewerbern ist – von der akuten Lage ganz abgesehen – ohnehin glasklar eine Aufgabe des Staates. Statt dessen wird einmal mehr Haushaltssanierung auf Kosten der Sozialsysteme praktiziert. Der Gesundheitsfonds speist sich zu großen Teil aus den Beiträgen der Pflichtversicherten und zum viel kleineren Teil aus Bundeszuschüssen. Eine Versicherung ist eine Solidargemeinschaft der Beitragszahler. Sie ist nicht dafür da, die Probleme von Menschen zu lösen, die niemals in diese Versicherung eingezahlt haben. Dann wäre die gesetzliche Krankenversicherung keine Versicherung mehr, sondern ein Selbstbedienungsladen.

Nun müssen die Zugewanderten ja dennoch in irgendeiner Form medizinisch betreut werden. Eine gerechte Finanzierung kann daher nur aus Steuermitteln erfolgen, muß also von allen Bürgern mitgetragen werden. Die werden das aber gar nicht gerne hören. Und deshalb traut sich die Bundesregierung ganz offensichtlich nicht, dass auch klar auszusprechen. Das böse Wort, um daß man sich herumdrückt, heißt schlicht: Steeeeuuuuuererhööööööhung. Die kommt ohnehin, aber nicht vor der Wahl, da behilft man sich lieber mit einem Griff in den Sparstrumpf der gesetzlichen Krankenversicherung. CDU/CSU und SPD möchten mit der Behauptung in den nächsten Wahlkampf ziehen, die merkelsche „Flüchtlingspolitik“ lasse sich ohne Steuer- und Beitragserhöhungen gestalten. Daß dies nach den Grundrechenarten unmöglich ist, kann man beispielsweise hier nachlesen.

Der Bundesrat hatte den Gesetzentwurf hinsichtlich der Finanzspritze aus dem Gesundheitsfonds zunächst abgelehnt. In seiner Stellungnahme führte er zutreffende Bedenken an:

„Die Ausschüttung der Liquiditätsreserve ist fachlich nicht zielführend und kurzsichtig. Höhere Zuweisungen aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds an die Krankenkassen hätten nur einen Einmaleffekt. Das strukturelle Defizit, nicht nur verursacht durch allgemeine Ausgabensteigerungen, sondern auch durch den unzureichenden Bundeszuschuß an den Gesundheitsfonds und die Einführung neuer, ausgeweiteter Leistungsansprüche durch neue Gesetze (unter anderem KHSG, PrävG), kann durch eine kurzfristige, einmalige Verbesserung der Finanzlage der Krankenkassen nicht beseitigt werden. Zudem befinden sich in der Liquiditätsreserve die Beiträge der GKV-Versicherten. Die gesundheitliche Versorgung von Asylbewerbern beziehungsweise ALG II-Beziehern stellt allerdings eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar.“

Die Bundesregierung hat dann in einer weiteren Stellungnahme an dem Vorhaben festgehalten (leider nicht online) Darin wird ausgeführt:

„Im Fall einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt und den damit perspektivisch zu erwartenden Mehreinnahmen handelt es sich bei den Mehrbelastungen aufgrund der gesundheitlichen Versorgung der Asyl- bzw. Schutzberechtigten um vorübergehende Belastungen der GKV.“

Da die Aufstockung des Gesundheitsfonds zunächst nur Wirkung für ein Jahr entfaltet, muß man das wohl so lesen, daß die Bundesregierung von einer vollständigen Integration der Asyl- und Schutzberechtigten innerhalb eines Jahres in den Arbeitsmarkt ausgeht. Wunschdenken ist in diesem Zusammenhang ein sehr höfliches Wort. Man muß realistischerweise davon ausgehen, daß große Teile der Zugewanderten noch viele, viele Jahre unterstützungsbedürftig bleiben werden.

Inzwischen hat – mauschel, mauschel – auch der Bundesrat zugestimmt. Das Gesetz soll am 01.01.2017 in Kraft treten. Die schamlose Enteigung der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung nimmt ihren Lauf.