Es geht doch!

 

SBMS„Bella gerant alii, tu felix Austria nube.“ – „Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, heirate.“

Aus diesem bekannten „Zitat“ früherer Politik der habsburgischen Österreich-Ungarn Monarchie ist heute immer noch zumindest der Teil „Glückliches Österreich“ gültig und hochaktuell.

Warum? Nun das Allgemeine Sozialversicherungs Gesetz ASVG wurde schon 1954 von der Österreichischen Bundesregierung unter Mitwirkung von ÖVP und SPÖ

(ÖVP – vergleichbar mit CDU/CSU, SPÖ – vergleichbar mit SPD)

als Bürger-Versicherung für Renten- und Krankenversicherung angelegt, mit dem Grundgedanken, jeder Bürger muss sozialversichert sein.


Nach einem durchgreifenden, für „Deutsche Verhältnisse“ fast undenkbaren Adelsaufhebungsgesetz durch das neue, demokratische Parlament vom 3. April 1919 nach dem 1. Weltkrieg für den neu entstandenen Staat Deutschösterreich, entschied sich das „Parlament“ (Nationalrat/Bundesrat) für die neue „Republik-Österreich“ nach dem 2. Weltkrieg für diesen eingreifenden Schritt hin zu einem vorbildlichen, bürgernahen, echten Sozialstaat!

Und das sind die wesentlichen Unterschiede zu dem in der Bundesrepublik Deutschland offensichtlich im 19. Jahrhundert gewollt verhaftet gebliebenen Gesellschaftsstrukturen mit weiterhin stark geprägter Dreiteilung der Gesellschaft in „Obrigkeit“ (Regierenden) „Mittelstand“ (Beamtentum, Selbstständige, Management) und dem „gemeinen Volk“, der sozialgesetz-pflichtigen, abhängigen Arbeiter und kleinen Angestellten mit dahergehenden, recht abgestuften Rechten und Privilegien:

 

Österreich

Bundesrepublik Deutschland

Pflichtversicherung:
ALLE zahlen prozentual gleiche Beiträge in EINE Versicherung OHNE Einkommensgrenze.

Versicherungspflicht:
In der “Gesetzlichen Rentenversicherung” werden nur weniger als ein Drittel der Arbeitnehmer erfasst.
Für bestimmte Berufsgruppen bestehen daneben unterschiedliche “Ständische” Altersversorgungssysteme.
Beamte werden OHNE eigene Beitragszahlungen überdurchschnittlich hoch “versorgt”.
Ab willkürlichen Einkommensgrenzen freie Wahl der Versicherung und der Konditionen.

EINE umlagefinanzierte „Rentenkasse“ (Pensionskasse)

Unverbindliche „Säulen/Schichten“ in Gesetzliche-, Betriebliche- und Freiwillige-Rentenversicherung.

10% Arbeitnehmer, 12% Arbeitgeber, 22% Selbstständige – OHNE Obergrenze!

Gesetzliche Rentenversicherung: Arbeitnehmer = 9,35% /Arbeitgeber = 9,35%
Betriebliche Altersversorgung nicht verpflichten mit unterschiedlichen Konditionen.
Freiwillige Altersversorgung nicht 
verpflichtend mit unterschiedlichen Konditionen, staatlich gefördert aus dem staatlichen „Zuschuss“ zur Rentenversicherung.

Der Österreichische Seniorenbund ist Mitglied des des sog. Österreichischen Sozialrates, in dem auch Partei- und Gewerkschaftsvertreter sitzen, die erheblichen Einfluss auf die Gestaltung der Gesetzgebung im Sozialbereich haben.

Der Österreichische Seniorenbund ist zugleich ein gemeinnütziger Verein UND gleichberechtigte Teilorganisation der ÖVP. (Vergleichbar mit CDU-Senioren, CSU-Senioren)

Er hat daher “eigene” Abgeordnete im Europa-Parlament, im Österreichischen Nationalrat, im Österreichischen Bundesrat, in den österreichischen Landtagen und in sehr vielen Gemeinden.

Die finanziellen Mittel der „Gesetzliche Rentenversicherung“ sind dem Staat (Regierung) zur freien Verfügung unterstellt.

Sozialverbände wie SoVD oder VDK haben KEINERLEI Mitgestalungsmöglichkeiten oder gesetzliches Mitbestimmungsrecht.

Die auf dem Papier stehende „Selbstverwaltung“ bezieht sich NUR auf die innere Verwaltung!

Mindest- / Höchstpension.
Pensionsberechtigung nach mindest 15 Jahre
n Beitragszahlungen.
Abhängigkeit der Pensionshöhe von den geleisteten Beitragshöhen 
(wobei die “guten Zeiten” besondere Beachtung finden) und der Anzahl der Beitragsmonate.
Volle Anerkennung der “Erziehungszeiten” z.B. für Mütter von bis zu 4 Jahren pro Kind pensionsbegründend

(zählt zu den 15 Jahren, maximal 8 davon dürfen aus Zeiten der Kindererziehung sein) UND pensionserhöhend

(Gutschrift am Pensionskonto 4 Jahre lang, auch wenn gearbeitet und daher selbst einbezahlt wird – in diesen Fällen eben zusätzlich)!

Keine Mindestrente – Aufstockung auf Mindestexistenzniveau auf Antrag.
Rentenhöhe in Abhängigkeit „erwirtschafteter Rentenpunkte“
über die gesamte Arbeitsbiografie unter dem Einfluss von „Dämpfungsfaktoren“
Unterschiedliche Anerkennung von Rentenpukten für Kindergeburten vor/nach einem willkürlichen Zeitpunkt OHNE Erziehungszeiten.

Pensions-Obergrenze

Keine Rentenobergrenze
Der Erwerb von Rentenpunkten über die gesamte Arbeitsbiografie mit den Dämpfungsfaktoren bewirken aber eine rechnerische Obergrenze der Renten, die nur bei ca. 3 % der ausgezahlten Renten überschritten wird

Rentenniveau:
bis zu ca. 90%
bei 14 Pensionsauszahlungen im Jahr
gegenüber den letzten Löhnen/Gehälter

Rentenniveau:
zur Zeit noch ca. 50% (weiter absinkend auf geplante 43%)
bei 12 Rentenzahlungen im Jahr
gegenüber den letzten Löhnen/Gehälter

Information


Es ist also festzustellen:
In einem mitteleuropäischen Land, welches ähnliche Traditionen aus der Vergangenheit prägte, heutzutage aber noch lange nicht die wirtschaftlichen Kräfte wie in Deutschland entwickelt, ist es trotzdem möglich neben fortschrittlichen Sozialsystemen wie in Skandinavien und den Niederlanden ein äußerst bürgerfreundliches „Pensionssystem“ (Rentenversicherung) als auskömmliche Altersversorgung, (verbunden mit einem genau so sozialem Gesundheitsversorgungssystem) ohne kompliziertem “Schnickschnack”, im Umlageverfahren zu unterhalten und anzuwenden!

Dieses besteht, mit einigen „Novellen“ nun seit dem Ende des letzten Weltkrieges in einen unabhängigen Land – OHNE der Gefahr eines Staatsbankrotts!

Wenn ALLE sich auch anteilig an den notwendigen sozialen Komponenten beteiligen sind für ALLE die erforderlichen Abstriche auch wesentlich leichter zu tragen. Die dümmliche Aussage einer früheren Sozialministerin in Deutschland: “Wenn mehr Leute einzahlen, sind auch mehr Ruheständler zu versorgen – Das wäre eine NULLNUMMER”, ist durch das österreichische Modell klar und eindeutig widerlegt. Solche Aussagen dienen in Deutschland nur dazu um weiterhin eine bestimmte Bevölkerungsgruppe dumm zu halten und für andere Gruppen unzulässig Vorteile zu bewahren und zu fördern!

Warum Modelle wie in Österreich nicht auch bei uns möglich sind, erscheint umso unverständlicher wo doch der frühere CDU-Generalsekretär, Heiner Geißler, noch vor Kurzem feststellte: „Geld ist vorhanden wie Mist“ und unsere hochverehrte Bundeskanzlerin bei noch kostspieligeren Vorhaben immer wieder alternativlos aufmuntert: „Wir schaffen das“

Offensichtlich ist das Problem: Man muss es nur wollen!

Wie sieht es sonst in Europa aus?

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Frage der GERECHTIGKEIT

InPensionMS

Mindestpension doppelt so hoch wie Mindestrente – und der Staat findet’s gerecht
Die Bundesregierung veröffentlichte heute die Mindestpension für Bundesbeamte:

 

1588,47 Euro brutto Mindestpension pro Monat.


Damit ist die Mindestpension der Beamten im Ruhestand doppelt so hoch wie die Mindestrente.

 

Die liegt nur bei 790 Euro monatlich.


Ist das gerecht? Der Staat sagt “ja”. Gemäß des Alimentationsprinzips, das im Grundgesetz verankert ist, muss der Staat seinen Beamten den Lebensstandard auch im Alter sichern.

93 Prozent der Renten liegen unter 1600 Euro

Selbst Rentner, die 45 Jahre ihre Beiträge zur Rentenversicherung zahlten,
bekommen im Alter meist weniger Rente als Beamte welche nur die Mindestpension erreichten.


Nur 7 Prozent aller Renten erreichen 1600 Euro monatlich.

 

Übrigens, die in den Medien erwähnte “Mindestrente” gibt es überhaupt nicht!
Rentnerinnen oder Rentner, die aus der gesetzlichen Rentenversicherung weniger als die Grundsicherung aus den Hartz-4 Gesetzen erhalten, haben einen Anspruch auf “Aufstockung”, damit diese wenigstens insgesamt so viel Altersruhegeld erhalten wie Personen die schlimmstenfalls nie Beiträge zur Rentenversicherung entrichteten aber trotzdem das Anrecht auf Grundsicherung haben.